Centre de Cultura Contemporània de Barcelona – Kunst ohne Grenzen

am 1. Mai 2012 in Bauwerke, Museen

Das Centre de Cultura Contemporània de Barcelona (CCCB) ist eine dauerhafte Einrichtung, die es sich zur Aufgabe gesetzt hat, Kunst in verschiedenen Sparten zu organisieren und zu produzieren. Kunstausstellungen, literarische Lesungen und auch Konzerte oder Theaterkunst werden organisiert und auch durch im Hause ansässige Künstler selbst produziert.

 

Was gibt es im CCCB zu sehen?

Es gibt kaum einen Aspekt der zeitgenössischen Kunst, der von der Einrichtung nicht abgedeckt wird. So ist es zum Beispiel möglich, Workshops zu verschiedenen Themen zu besuchen. Kunstschaffende können im CCCB zudem Räumlichkeiten für ihre Tätigkeiten erwerben, doch auch freie Künstler, die ihre Ateliers außerhalb betreiben, können mithilfe des Centre de Culture ihre Ausstellungen organisieren und sie auch vor Ort in den vorhandenen Galerien ausstellen. Das Kultur-Zentrum hat darüber hinaus keine größere Dauerausstellung. Hierin nämlich liegt das spannende Konzept der Einrichtung, ständig einer vielseitigen Dynamik unterworfen zu sein. Das Kultur-Zentrum befindet sich in öffentlicher Hand und liegt im Stadtteil Raval in der Altstadt. Josep Ramoneda ist der Generaldirektor des CCCB. Die Einrichtung hat eine Gesamtfläche von etwa 15000 qm, enthält eine Buchhandlung und verschiedene Seminarräume.
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Geschichte des Centre de Cultura Contemporània de Barcelona

Das Gebäude blickt auf eine Jahrhunderte alte Geschichte zurück. Im Jahre 1583 wurde die Casa de Caritat erbaut. Es ist das historische Gebäude, das dem CCCB zugrunde liegt. Die Einrichtung diente ursprünglich als Armenhaus. Ab 1772 war der Zulauf so groß, dass männliche Obdachlose in eine abseitsgelegene Einrichtung ausquartiert werden mussten. Die Casa de Caritat bestand nun fort als vorübergehende Heimstätte für in Not befindliche Frauen und Kinder. 1844 wurde die Casa der Landesregierung unterstellt und trug fortan die Bezeichnung Royal Almshouse und war von nun an nicht mehr für heimatlose Notleidende irgendwelcher Herkunft zuständig, sondern stand ausschließlich den Bewohnern Barcelonas zur Nutzung bereit. Ab dem Ende des 18. Jahrhunderts vergrößerte sich das Gebäude im Bereich des Bezirks Raval zunehmend. Bis 1890 wuchs es dort ungeordnet zu einem labyrinthartigen Komplex heran, der dann ab 1957 etwa 30 Jahre lang leer stand. Zwar wurde ab den späten 1960er Jahren schon damit begonnen, Pläne zur Weiterverwendung des Gebäudekomplexes zu entwerfen. Letztendlich wurde dort aber erst 1989 das CCCB gegründet. Unter den Architekten Helio Piñón und Albert Viaplana wurde das Modern Arts Center schliesslich ab 1991 erbaut und dann 1993 fertiggestellt.

 

Verschmelzung von Architektur und Kunst

Als ich das Gebäude mit der großen futuristischen Fensterfront betrat, beeindruckte mich vor allem auch die innere Architektur. Das weitläufige und hell gehaltene Hauptfoyer bestach durch seine Ästhetik und die praktische gleichzeitig vorhandene Funktionalität. Die Räumlichkeit, die nicht nur Foyer, sondern gleichzeitig zum Beispiel auch Konzerthalle sein kann, ist bestens ausgestattet für alle denkbaren Großveranstaltungen. Screen und Soundanlage sind dazu stets vorhanden. Derzeit gibt es mehrere Kunstausstellungen, von denen mir die “Visa pour l’image – Perpignan”, eine fotografische Ausstellung, am besten gefiel. Nachdem ich die 3 Kunstgalerien mit ihren aktuellen Ausstellungen besichtigt hatte, widmete ich mich wieder der Architektur des Gebäudes, deren Faszination mich nicht losließ. So ermöglichte mir der sogenannte Mirador, eine nach schräg unten verlaufende Glaswand, die sich vom 4. in den 5. Stock erstreckt, einen außergewöhnlichen Blick auf Barcelona. Ich konnte mir sehr gut vorstellen, dass bei all der kulturellen Vielfalt der Einrichtung dieser Ort für Schauspiel-Inszenierungen aller Art einen perfekten Hintergrund liefern könnte. Auch Kunstinstallationen kämen vor dieser Kulisse besonders gut zur Geltung.

 

Neben einem ganz in weiß gehaltenen Saal, der Sala Teatre genannt wurde und so etwas wie ein Multifunktions-Raum für alle möglichen Veranstaltungen darstellte, erinnere ich mich noch an die ebenfalls komplett weiß gestaltete Sala Raval. Sie überzeugte mich durch ihre architektonische Formenvielfalt. Und entsprechend dieser Vielfalt sind auch die Nutzungsmöglichkeiten erneut sehr facettenreich. Zum Beispiel können hier Konferenzen abgehalten werden. Aufgrund der Mannigfaltigkeit kultureller Möglichkeiten und der sehenswert modernen Architektur sollte man sich das CCCB nicht entgehen lassen, wenn man sich schon einmal in Barcelona befindet.

 

Ich bedauerte, nicht länger bleiben zu können, denn auch das Programm der in Zukunft stattfindenden Vorträge und Diskussionsreihen erschien reizvoll. Als Biologe hätte ich mir zum Beispiel gerne die Vortragsreihe “At the Origins of the Human Mind” angehört, die unter der Leitung von Michael S. Gazzaniga und Kathinka Evers vom 15. Mai bis zum 11 Juni andauern wird.

Touren und Führungen

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Öffnungszeiten des CBBB

  • Dienstag bis Sonntag 11:00 – 20:00 Uhr
  • Donnerstags 11:00 – 22:00 Uhr
  • Montags geschlossen (außer an Feiertagen)
  • Geschlossen am 25.12. und 1.1.

Eintrittspreise

  • Eine Ausstellung 4,50 €
  • Kombiticket für zwei oder mehrere Austellungen 4,50 € bis 6,00 €
  • Ermäßigter Einritt 3,50 €
  • Kostenlos für Kinder unter 16 Jahren
  • Kostenlos an folgenden Tagen 12. Februar, 18. Mai und 24. September
  • Mit der Barcelona Card* 20% Rabatt
  • kostenlos mit dem Barcelona Museumspass*
Adresse: 08001 – Barcelona – Montalegre, 5 | Metro: L1 L2 L3 (Catalunya Universitat) | Bus Turistic: Plaça Catalunya
Web: www.cccb.or
Video: Der YouTube Kanal des CBBB
eMail: info@cccb.org
Tel: +34 933 064 100
Fax: +34 93 306 41 01


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Dieser Artikel wurde von Johannes veröffentlich


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