FC Barcelona mit Tiki Taka Fußball am Ende? Eine Analyse!

8 Fußball Experten ziehen ihr Fazit zur Saison 2013/2014

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Fans im Camp Nou Stadion

Die Saison 2013/2014 geht auch für den FC Barcelona langsam zu Ende und nach den großen Titelgewinnen am Fließband der letzten Jahre, ist diese Saison relativ schwach verlaufen. Eigentlich hat sich ja bereits in der letzten Saison einiges abgezeichnet. Das 0:7 gegen den FC Bayern im Champions League Halbfinale war da nur die Spitze des Eisbergs. In dieser Saison hat der FC Barcelona es meiner Meinung nicht geschafft, wieder richtig gierig auf Erfolg zu sein. Eventuell sind viele Spieler, die in den letzten Jahren einen Titel nach dem anderen gesammelt haben, einfach auch mal satt und bräuchten vielleicht eine neue Herausforderung. Da ich eigentlich Bayern Fan bin 😉 möchte ich heute mal noch andere Fußball Experten zu Wort kommen lassen, was sie vom FC Barcelona in der Akutellen Saison halten und wie die Zukunft aussehen könnte. Viel Spaß!

Raphael von Barcawelt.de

BarcaweltWie fandest Du diese Saison?

Wenn die Saison im Mai zu Ende geht, wird der FC Barcelona aller Voraussicht nach ohne einen einzigen Titel dastehen – die Supercopa im August mal ausgenommen. Innerhalb von einer Woche hat die Mannschaft von Tata Martino drei Titel und damit die Möglichkeit auf einen versöhnlichen Saisonabschluss verspielt. Dementsprechend unversöhnlich sind die Anhänger und die Barça-nahen Medien. Ich für meinen Teil hatte in dieser Saison auch ganz schön zu knabbern, und praktisch mit dem Schlussgong kam dann noch der Niederschlag durch die Nachricht von Titos Ableben. Als Barça-Fan hat man dieser Tage und Wochen nichts zu feiern.

Eine Saison zum Vergessen also? Nicht ganz, es gab Momente, in denen das Feuer in der Mannschaft aufflammte und die Herzen der Fans mit Hoffnung säte. An der Schwelle zur Rückrunde sah ich eine Mannschaft, die rein spielerisch zu den besten Europas zählte. Unter der Führung von Tata Martino spielten Iniesta und Co. ungeahnte Stärken aus, die nur wenig mit Ballbesitz zu tun hatten. Der argentinische Übungsleiter rüttelte ein wenig an der Spielphilosophie des FC Barcelona und setzte den Ballbesitz unter den Vorbehalt der Effizienz. Die Mannschaft entwickelte sich zum konterstärksten Kollektiv der Liga und kontrollierte das Tempo der Partie nach Belieben – zum Teil auch auf Kosten des Ballbesitzes.

Für die Medien glich das einer Preisgabe der spielerischen Identität. Fortan verging keine Pressekonferenz, ohne dass Tata Martino sich für das Spiel seiner Mannschaft rechtfertigen musste, ungeachtet der positiven Ergebnisse, die das Team an die Spitze der Primera División gespült haben. Und Gerüchten zufolge soll auch Xavi an den Trainer herangetreten sein und darum gebeten haben, die alte Spielweise etwas mehr zu pflegen. Der Ballbesitzanteil nahm wieder zu, das schnelle Umschaltspiel wurde ins Archiv verbannt. Meiner Einschätzung nach nur ein Beispiel dafür, wie viel Gegenwind Martino in Barcelona erfährt.

Johan Cruyff hat in einem Interview offen über die Situation des Trainers beim FC Barcelona gesprochen. Ihm zufolge trifft der Trainer dort schon seit Jahren keine eigenen Entscheidungen mehr. Zum einen verweigert ihm die Vereinsführung jenen Freiraum, den er zur Durchsetzung seiner Ideen benötige. Zum anderen gebe es bei Barça Spieler mit sehr viel Macht. Wenn man diese Spieler nicht hinter sich vereinen kann, habe man ein Problem. Trainer des FC Barcelona zu sein ist aktuell sicher kein Zuckerschlecken. Tata Martino hat Ideen und will die Mannschaft weiterbringen, doch anscheinend darf er nicht. In der Spielweise von Barça gab es jedenfalls unverkennbar einen Bruch – es wurde langsamer und kontrollierter, das Risiko wurde minimiert.

Mit welchen Spielern warst du zufrieden und mit welchen nicht?

Als Tata im Sommer kam, priesen ihn die Medien als einen Verfechter des Totaalvoetbal. Seine Mannschaften spielten ein hohes, aggressives und kräftezehrendes Pressing, hieß es. In der Vorbereitung hatte ich durchaus den Eindruck, als wolle der Argentinier auch in Barcelona auf diese Weise spielen lassen. „Ich will einige Elemente wieder einführen, die die Mannschaft in der Vergangenheit erfolgreich gemacht haben“, erklärte er auf einer Pressekonferenz. Dementsprechend erstaunte es mich nicht, als die Mannschaft in der Vorbereitung offensiv presste.

Im Verlauf der Saison verlagerte sich das Pressing der Mannschaft aber immer weiter zurück – ein Tribut an die Physis der Spieler, die nicht mehr in der Lage waren, das Offensivpressing von früher zu praktizieren? Ich glaube nicht ausschließlich. Vielmehr eine taktisch motivierte Maßnahme, um die defensive Stabilität durch eine größere Kompaktheit und die Offenbarung von wenig Raum hinter der Abwehr zu vergrößern. Damit sollten auch erste und zweite Bälle leichter erobert und die Voraussetzungen für ein schnelles Umschaltspiel geschaffen werden. Zusammen genommen ein Beleg dafür, dass das Spiel des FC Barcelona im Wandel war; es trug ganz klar die Handschrift des Trainers. Allerdings wird es wohl kaum seine Absicht gewesen sein, dass seine Mannschaft sich von vielen Gegnern so tief hinten hineindrängen ließ. Das Mittelfeldpressing war nicht druckvoll und nicht ausgeklügelt genug, um die Gegner vom Tor fernzuhalten – für mich ein extrem großes Problem in der Saison.

Viele Tore, die die Medien der Abwehr zur Last legten, haben ihren Ursprung im suboptimalen Mittelfeldpressing. Barça verteidigte meist im 4-1-4-1, wobei Busquets den Raum hinter der Mittelfeldreihe abdeckte. Daraus entstand im Pressing ein 4-4-2, wenn ein Achter herausrückte und Busquets nach vorne ausscherte. Das Problem bestand darin, dass Barça große Lücken im Mittelfeldverbund offenbarte, wenn sich ein Achter, Xavi oder Iniesta, löste und auf den ballführenden Gegner ging. Die Anpassungen auf diese neue Situation erfolgten nur sehr langsam. Für den Gegner zumeist kein Problem, den Ball in den Zwischenlinienraum zu bringen. Ich habe mich immer gefragt, „warum rückt Iniesta jetzt raus, wenn doch leicht erkennbar ist, dass er umspielt wird?“. Dabei ist auch die Rolle der Flügel zu beachten: Sie verteidigen meist mannorientiert und verharren auf den Außenbahnen, wodurch die übrigen Spieler doch relativ viel Raum abdecken müssen. Allgemein empfinde ich aber auch die taktische Disziplin des zentralen Mittelfelds ausbaufähig. Das hängt mit Sicherheit auch mit ihrem Spielernaturell zusammen.

Wo wir schon direkt beim anderen Problem wären. Es fehlt meines Erachtens die richtige Mischung in der Mannschaft. Die aktuelle Zusammensetzung ist nicht mehr in der Lage, den Anforderungen des modernen Fußballs gerecht zu werden. Und das bezieht sich nicht nur auf die von mir angesprochenen Defizite bei der Verteidigung von gegnerischen Angriffen. Schon seit Langem sehe ich die Personalpolitik kritisch: Kleine, technisch feine Spieler dominieren das Mannschaftsbild; Spieler mit einer geringen Antrittsintensität und einer überschaubaren Physis. Früher hatte Barça eine gesunde Mischung, doch Guardiola hatte eine Vision, für die nur eine Sorte Spieler infrage kam. Ich wünsche mir, dass sich das wieder ändert. Und ich wünsche mir mehr Konkurrenz für Spieler, die unzweifelhaft über ihren Zenit hinausgeschossen sind.

Es ist leider Fakt, dass wir große Probleme beim Verteidigen von Freistößen und Eckbällen haben. Desgleichen ist es nicht zu übersehen, dass uns im Mittelfeld Physis fehlt; vielleicht auch Vertikalität, um schnell umzuschalten oder gegen tief stehende Gegner mehr Druck zu erzeugen, Torgefahr und der Mut zum riskanten Pass auf die Stürmer, die mehr als nur einmal umsonst gelaufen sind. Ein Typ wie Luca Modric würde perfekt in unser Mittelfeld passen – er ist zweikampfstark, antrittsstark, technisch herausragend, pressingresistent und mit einer exzellenten Spieleröffnung gesegnet. Er beherrscht den tödlichen Pass und fackelt nicht lange, wenn sich eine Chance aus der zweiten Reihe ergibt.

Ein ähnlicher Spieler könnte Xavi beerben, er könnte das Mittefeldpressing unter Tata effizienter machen, indem er (1) taktisch diszipliniert agiert und (2) gedanken- und antrittsschnell auf die Bewegungen seiner Spieler reagiert. Das gäbe dem Mittelfeld mehr Intensität, damit einhergehend Stabilität und auch nach vorne hin neue Möglichkeiten. Kurz gesagt: Auf diese Weise könnte Tata Martinos Philosophie wesentlich besser zur Geltung kommen, mit nur einer personellen Änderung.

Was müsste deiner Meinung nach auf dem Transfermarkt im Sommer verbessert werden?

Du siehst, lieber Johannes, ich bin nicht Fan von radikalen Umbrüchen, weil ich keine Notwendigkeit dafür sehe. Ich sehe die Probleme, nehme wahr, dass der Gegner doch zu leicht durchkommt, dass im Mittelfeld die defensive Abstimmung und die Intensität nicht passt und dass das Umschaltspiel zu wünschen übrig lässt, genauso wie das Spiel gegen tief stehende Gegner. Auf der anderen entgeht mir nicht die Klasse eines Sánchez, eines Pedro, von Messi, Iniesta und Busquets, die noch viele gute Jahre vor sich haben, von Alba, dem Dauerbrenner in den Reihen von Barça; Piqué, Mascherano und Bartra sind auch nicht zu verachten und machen unter den gegebenen Umständen einen guten Job.

Kurz gesagt: Die Mannschaft hat Potenzial und das Zeug dazu, international etwas zu reißen. Sie braucht nur punktuell eine Erfrischung – das Mittelfeld ist der Dreh- und Angelpunkt. Mit mehr Konkurrenz im Mittelfeld, mehr Druck auf die etablierten Leistungsträger würden sich viele Probleme von alleine erledigen. Der Trainer könnte gar nicht anders und müsste nach Leistung aufstellen, alte Strukturen und Hierarchien würden durchbrochen. Es würde salopp gesagt frischer Wind einkehren. Und das nur, weil man in diesem Fall den Finger direkt auf die Wunde gelegt hat. Meiner etwas unstrukturierten Stellungnahme möchte ich nachfolgend etwas mehr Struktur verleihen und dabei auch einige Sachen ergänzen.

Was also fehlt dem FC Barcelona? Ein guter Trainer fehlt Barça nicht. Vielmehr einer, der ungestört von diversen Einflüssen seiner Arbeit nachgehen und seine Ideen umsetzen kann. Weder der Vorstand noch die Spieler sollten mehr Macht als der Trainer haben. Dieser muss allerdings auch den Mut besitzen, auch mal dagegenzuhalten und seine Vorstellungen durchzusetzen. Das traue ich Tata Martino in seiner zweiten Saison durchaus zu, wenn er bei der Transferpolitik freie Hand bekommt.

Damit zusammenhängend: Die Philosophie darf nicht als Religion aufgefasst werden. Die Probleme hängen sicherlich auch damit zusammen, dass neue Elemente eher widerwillig aufgenommen werden. Alte Muster sind fest verankert und nur schwer zu beseitigen. Doch es wird notwendig sein, mehr Variabilität ins Spiel zu bringen. Auf diesem Niveau kann man es sich nicht leisten, Chancen auf einfache Tore – gemessen am langsamen Spielaufbau und 8-9 Spielern hinter dem Ball – zu verschenken. Die Hinrunde war vor diesem Hintergrund ein großer Schritt nach vorne. Die Mannschaft kontrollierte den Ball, den Gegner und die Räume, kurzum: Das Spiel. So sollte es sein.

Personelle Veränderungen sind wie erwähnt sehr wichtig. Allerdings sollte man jetzt nicht in Aktionismus verfallen, sondern die Verstärkungen mit Bedacht wählen. Im Mittelfeld wird sich entscheiden, wie erfolgreich der FC Barcelona in den kommenden Jahren sein wird. Das Mittelfeld von Barça ist etwas in die Jahre gekommen, ein frischer Akteur von Weltklasse-Format, so einer wie Modric, könnte Wunder wirken – sowohl defensiv als auch offensiv. Insbesondere aber defensiv, zu leicht dringt der Gegner durch und erarbeitet sich Torchancen. Sehr schnell sieht der Gegner das blanke Abwehrkorsett, das gegen Weltklasse-Leute stets zu wenig Unterstützung erfährt. Auch im Sturm könnte es eine Überlegung wert sein, einen klassischen Neuner zu verpflichten – einfach nur deshalb, um taktische Optionen zu haben und z.B. Messi die Innenverteidiger vom Leib zu halten, die regelmäßig sehr zweikampfstark sind. Mit dem Abgang von Puyol muss darüber hinaus ein neuer Innenverteidiger her.

Bisher habe ich nicht über die physische Verfassung der Mannschaft gesprochen. Eine optimale Vorbereitung auf die neue Saison sollte gewährleistet sein, und das in vielfacher Hinsicht. Auf Vermarktungsreisen während der Vorbereitung sollte ganz verzichtet werden. Die Spieler hatten schon lange keine vernünftige Vorbereitung mehr, sondern schultern das Vorsaison-Marketing in fremden Ländern und Kontinenten über mehrere Wochen hinweg. Es ist endlich an der Zeit entgegenzusteuern, damit dem Team auf der Zielgeraden nicht die Reserven ausgehen. Wie in der vergangenen Spielzeit baute die Mannschaft in der Rückrunde nämlich stark ab. Von der physischen und mentalen Stärke aus der Hinrunde war nur noch wenig zu sehen.

Eine optimale Vorbereitung setzt auch Kontinuität auf dem Trainerposten und im Umfeld voraus. Es wäre fahrlässig, die dritte Spielzeit in Folge mit einem neuen Trainer anzugehen. Wir brauchen jmd., der bereits jetzt die Planung für die kommende Saison in Angriff nimmt und dabei seine Vorstellungen verwirklicht. Vor allem auch personell. Wie bereits beschrieben, verorte ich die Hauptprobleme nicht bei Tata Martino, sondern u.a. bei der fehlenden Konkurrenz.

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Marcus von gegendenball.com

marcus Wie fandest Du diese Saison?

Ich bin grundsätzlich kein Freund davon, eine Saison, wie sie der FC Barcelona gespielt hat, als Katastrophe, Enttäuschung oder gar Debakel zu geißeln. Theoretisch ist der Meistertitel noch möglich, im Pokalfinale und in der Champions League gab es mit Real und Atlético eben zwei bessere Mannschaften, die Barça auch in der Liga das Leben schwer machen. Nach Jahren der Dominanz gibt es nun zwei gleichwertige Teams, die an guten Tagen einfach besser sind. Trotzdem müssen natürlich kritische Fragen gestellt werden: Warum konnte die Abhängigkeit von Lionel Messi trotz der Verpflichtung von Neymar nicht verringert werden? Hätte in diesem Jahr nicht intensiver ein Nachfolger für Xavi aufgebaut werden müssen?

Gab es mit dem Neymar-Transfer, den Diskussionen um den Stadionneubau oder dem kurzzeitig, verhängen Transferverbot zu viele Nebenschauplätze, um als Mannschaft funktionieren zu können? Wenn es einen neuen Trainer geben sollte, wird er – unter Einbeziehung der Barça-Philosophie – einen Weg finden müssen, wie defensivtaktisch exzellent organisierte Mannschaften wieder besser ausgespielt werden können.

Mit welchen Spielern warst du zufrieden und mit welchen nicht?

Ich fange mit den Enttäuschungen im Kader an und muss da mit Gerard Piqué, Cesc Fábregas und Xavi drei spanische Nationalspieler nennen, die in meinen Augen stagnieren. Vom Potenzial her sollte dieses Trio vorweg gehen und sicherlich haben alle drei keine schlechte Saison gespielt. Aber Piqué wurde in seinem Status als einer der besten Innenverteidiger der Welt von verschiedenen Spielern überholt, Fábregas sucht seit seiner Rückkehr vom FC Arsenal einen festen Platz im Team und Xavis Überspieltheit habe ich bereits thematisiert.

Die ebenfalls kritisierten Neymar, Lionel Messi und Javier Mascherano würde ich dagegen in Schutz nehmen. Messi kam nach seiner Verletzung erstaunlich schnell wieder in Form, durchlebt nun aber ein normales körperliches Tief. Neymar brauchte einfach ein Anpassungsjahr und Mascherano ist in meinen Augen einfach kein Innenverteidiger. Positiv hebe ich Sergio Busquets und Alexis Sánchez hervor. Busquets ist für die Balance der Mannschaft extrem wichtig und Sánchez glänzte mit seiner Schnelligkeit als zweitbester Torschütze, der deutlich zu häufig erst als Joker ins Spiel kam.

Was müsste deiner Meinung nach auf dem Transfermarkt im Sommer verbessert werden?

Es gibt zwei entscheidende Baustellen, die in diesem Sommer angegangen werden müssen. Allerdings beinhaltet das keine großen Namen, die nach der enttäuschenden Saison sicherlich gefordert werden. Zunächst muss Barça die Abwehr verstärken und nach dem Abgang von Legende Carles Puyol zwei spielstarke Innenverteidiger verpflichten. Damit könnte dann auch Piqué zu alter Stärke gekitzelt werden. Und die Mannschaft muss insgesamt deutlicher verjüngt werden, was angesichts der ohnehin feststehenden Rückkehrer Rafinha (Celta Vigo) und Gerard Deulofeu (FC Everton) kein Problem darstellen sollte. Trainerkandidat Luis Enrique könnte dafür genau der richtige Mann sein.

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Ramiro von Torlaune.de

RamiroWie fandest Du diese Saison?

Eine Saison ohne wichtigen Titel, danach sieht es aktuell ja aus, ist für den FC Barcelona sicher nicht zufriedenstellend. Man muss aber auch sehen, dass Atlético und Real zwei sehr starke Teams sind und alle drei Mannschaften sehr nah beieinanderliegen. Der härteste Schlag war sicher der tragische Tod von Tito Vilanova. Man kann nur hoffen, dass die Betroffenen lernen damit zu umzugehen und bald zu alter Stärke zurück finden und weiter machen.

Mit welchen Spielern warst du zufrieden und mit welchen nicht?

Recht häufig hieß es diese Saison, dass Messi nicht in Form ist und Barcelona darunter leidet. Messi war nicht so überragend wie die Jahre zuvor, hat aber wettbewerbsübergreifend mehr als 40 Tore für Barcelona erzielt, wenn das ein Formtief ist, ist es auch ein Luxusproblem. Von Neymar hätte ich mehr Tore erwartet, aber man sollte berücksichtigen, dass es seine 1. Saison in einem neuen Verein, Land und Kontinent ist, also mal schauen, was er kommende Saison für einen Eindruck macht.

Was müsste deiner Meinung nach auf dem Transfermarkt im Sommer verbessert werden?

Dass ein neuer Torwart benötigt wird, steht außer Frage. Außerdem muss irgendwie der Abgang von Puyol kompensiert werden, was denke ich sehr schwierig ist. Der Mann ist eine Legende bei Barça und ein wichtiger Führungsspieler. Auch über einen Nachfolger für Xavi muss sicherlich mal nachgedacht werden. Darüber zu urteilen, ob es in der eigenen Jugend Kandidaten gibt oder neue Spieler gekauft werden müssen, überlasse ich lieber den Verantwortlichen im Verein.

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Florian von 5-freunde-im-abseits.de

FlorianWie fandest Du diese Saison?

Ich muss zugeben, dass ich der Entwicklung des FC Barcelona nicht mit der gleichen Aufmerksamkeit folge, wie einem Bundesligaverein. Deshalb ergibt es für mich wenig Sinn, über die konkrete Entwicklung einzelner Spieler zu diskutieren oder zu spekulieren, was der FC Barcelona auf dem Transfermarkt tun müsste. Auf der neuralgischen Position des Torhüters, wie im Champions League Viertelfinale zu sehen war, hat Barcelona mit Ter Stegen von Borussia Mönchengladbach längst einen guten Mann verpflichtet, auch wenn es noch keiner bestätigen möchte.

Mit welchen Spielern warst du zufrieden und mit welchen nicht?

Aus der Entfernung betrachtet war die vergangene Saison für den FC Barcelona eine ungewöhnlich unruhige Saison, in der das Image des weltweit geachteten Clubs einige Risse bekam. Erst das Wechseltheater und die anschließende Diskussion um die tatsächliche Ablöse von Neymar, später die Drohung der UEFA, dem FC Barcelona als Strafe für unlautere Transfers in der Vergangenheit Transfers für die kommende Saison zu versagen. Dabei habe ich den Transfer von Neymar bis heute nicht recht verstanden. Er würde meiner Meinung nach besser ins Kollektiv der Superstar-Egoisten von Real Madrid passen als nach Barcelona, in deren Team selbst die größten Stars wie Messi verhältnismäßig uneitel wirken. Die zunächst verschleierte Höhe der Transfersumme deutet für mich zumindest daraufhin, dass es bei diesem Transfer vor allem darum ging zu verhindern, dass Neymar zu Real Madrid wechselt. Solche Aktionen hatte Barcelona in der Vergangenheit nicht nötig.

Was müsste deiner Meinung nach auf dem Transfermarkt im Sommer verbessert werden?

Ich denke, der FC Barcelona befindet sich derzeit in einer Phase des Übergangs. Das relativ klägliche Aus im Viertelfinale der Champions League hat, ebenso wie das Aus des FC Bayern München, gezeigt, dass sich viele Teams inzwischen auf die Spielweise der beiden FCBs eingestellt haben. Man kann nur hoffen, dass die defensive und auf Konter bedachte Spielweise, die – ausgerechnet! – Atletico und Real Madrid ins Champions League Finale gebracht hat, langfristig nicht durchsetzt. Es drohen sonst langweilige Zeiten im Stadion und vor dem TV, sollten sich zwei Mannschaften über 90 Minuten ausschließlich belauern.

Andererseits ist die Spielweise von Barcelona an einem Punkt angekommen, an dem sie selbst den Hang dazu hat, nur „L’art pour l’art“ zu sein. Was dem FC Barcelona und auch den Münchnern derzeit fehlt, ist ein Plan B. Eine Möglichkeit zum Erfolg zu kommen, wenn die endlosen Ballstafetten im Nichts verpuffen. Insofern muss sich der FC Barcelona in der kommenden Saison taktisch und vom Spielermaterial her dringend erneuern, um auch international wieder Erfolg zu haben. National spielen sie gemeinsam mit Real und Atletico Madrid eh in ihrer eigenen Liga, daran wird sich langfristig nichts ändern.

Webhttp://www.5-freunde-im-abseits.de/

Simon von MyFuba.de

MyFubaWie fandest Du diese Saison?

Mit einem Sieg kann der FC Barcelona aus einer schlechten Saison noch eine gute machen. Mit einem Sieg im letzten Spiel am 38. Spieltag der Liga gegen Atletico Madrid kann der FC Barcelona noch Meister werden. Man hat es sozusagen selbst in der Hand. Spielerisch war es zum Teil nicht so grandios, wie zur Ära von Pep Guardiola, aber das lag zum Teil auch an den vielen Verletzungen der Stars. Messi, Neymar, Iniesta oder Xavi. Kaum einer ist ohne Verletzung durch die Saison gegangen, sodass nur selten die beste Elf spielen konnte. Darunter litt auch Trainer Tata Martino.

Dazu scheint sich das System Barcelona mit langen Ballbesitzzeiten und wenig Zug zum Tor langsam überholt und entschlüsselt, was nicht zuletzt der FC Bayern München im Champions League Halbfinale bitter erfahren musste. Man spielte teilweise auch deutlich unter dem eigenen Leistungsvermögen. Warum man trotzdem noch Meister werden kann? Die individuelle Klasse der einzelnen Spieler ist einfach zu hoch und die qualitative Dichte der spanischen Liga zu schwach.

Mit welchen Spielern warst du zufrieden und mit welchen nicht?

Zufrieden ist ein schwieriger Begriff beim FC Barcelona. Kann man mit einem Lionel Messi zufrieden sein, der 28 Tore in 30 Ligaspielen erzielt? Oder mit einem Neymar, der fast so viele Scorerpunkte wie Spiele aufweist? Kann man mit Xavi und Iniesta zufrieden sein? In Barcelonas Maßstäben haben diese Weltklassekicker alle unter ihrem Glanzzeiten-Niveau gespielt. Aber maßlos enttäuscht hat mich Cesc Fabregas, der nur selten der große Nachfolger für Xavi sein konnte und teilweise nur Lückenbüßer war.

Was müsste deiner Meinung nach auf dem Transfermarkt im Sommer verbessert werden?

Mit ter Stegen arbeitet der FC Barcelona schon mal an einer glorreichen Zukunft. Ein David Luiz, der als sicherer Neuzugang gilt, kann die Nachfolge von Kapitän Puyol zumindest auf dem Platz übernehmen. Ansonsten wird natürlich die Trainersuche das wichtigste Thema der Sommerpause. Ich denke es wird sicherlich wieder ein Coach mit Stallgeruch werden, denn die haben bisher am besten funktioniert.

Webhttp://myfuba.de/

Toby von Soccer-Warriors.de

tobiWie fandest Du diese Saison?

Solala. Bei Barcelona erwartet man immer mehr. Allerdings merkt man, dass die Mannschaft unbedingt etwas frischen Wind benötigt…

Mit welchen Spielern warst du zufrieden und mit welchen nicht?

Messi gut wie immer! Von Neymar erwarte ich schon noch einiges mehr. Seine Saison war gut, aber noch nicht Weltklasse. Aber das wird noch kommen, wenn er sich an Europa gewöhnt hat. Enttäuscht bin ich ein wenig von alten Haudegen wie Xavi und Carlos Puyol. Man merkt einfach, dass die Karriere bei Ihnen dem Ende entgegen geht. Puyol hört ja jetzt sowieso auf, da er wegen seiner Verletzungen fast nicht mehr gespielt hat. Seine Präsenz hat der Mannschaft aber gefehlt.

Was müsste deiner Meinung nach auf dem Transfermarkt im Sommer verbessert werden?

Ganz klar in der Abwehr und teilweise auch im Mittelfeld. Wer hier kommen soll, will ich gar nicht groß sagen. Als Spielertyp muss es aber nicht wieder ein großer filigraner Techniker sein, sondern eine kampfstarke Persönlichkeit. Jemand, der hinten den Laden zusammenhält und dem Gegner zeigt, dass hier nichts geht. Für die Verstärkung im Mittelfeld stellt sich für mich die Frage, in welcher Weise man die bisherige Spielweise beibehält. Ansonsten würde hier ein kreativer Spieler wie Mesut Özil gut passen und wäre die perfekte Ergänzung zu Messi und Neymar.

Webhttp://www.soccer-warriors.de

Timo von Primera-Division.com

TimoWie fandest Du diese Saison?

Betrachtet man die Saison aus der Sicht des FC Barcelona, kann man nicht zufrieden sein. Zwar haben die Katalanen am letzten Spieltag noch die Chance auf den Meistertitel, doch das spanische Pokalfinale gegen Real Madrid wurde verloren und in der Champions League schied man bereits im Viertelfinale aus. Somit könnte die Saison für den FC Barcelona ohne Titel enden. Deshalb erscheint es nicht wahrscheinlich, dass Trainer Gerardo Martino auch in der kommenden Saison noch Trainer der Katalanen sein wird. Offenbar ist der ehemalige Barca-Spieler Luis Enrique ein Kandidat auf den Trainerstuhl.

Mit welchen Spielern warst du zufrieden und mit welchen nicht?

Lionel Messi konnte zwar 28 Treffer erzielen aber war längst nicht so stark wie in den vergangenen Jahren. Es scheint so, dass Messi bereits mit den Gedanken bei der Weltmeisterschaft in Brasilien ist. Dagegen konnten Alexis Sanchez und Pedro in dieser Saison über ihren Erwartungen spielen. Neuzugang Neymar konnte die Erwartungen bisher noch nicht erfüllen und hofft im zweiten Jahr ins Konzept zu passen. Im Mittelfeld waren Xavi, Iniesta, Adriano, Busquets und Fabregas gesetzt. Diese konnten die Erwartungen erfüllen. In der Abwehr spielten sich die jungen Marc Bartra und Martin Montoya ins Blickfeld. Beide könnten in den kommenden Jahren eine wichtige Rolle übernehmen.

Was müsste deiner Meinung nach auf dem Transfermarkt im Sommer verbessert werden?

Für die kommende Saison steht mit Marc-Andre ter Stegen einer deutscher Keeper auf dem Wunschzettel. Zudem will man für den abwanderten Carles Puyol einen Ersatz verpflichten. David Luiz wurde hier bereits mehrfach genannt. Möglicherweise droht auch der Abgang von Cesc Fabregas. Der spanische Nationalspieler wird von Manchester United umworben.

Webhttp://www.primera-division.com/

Felix von FanZentrale Neymar

Fanzentrale NeymarWie fandest Du diese Saison?

Der FC Barcelona gehört definitiv zu den besten Mannschaften der Welt. Aber auch in dieser Klasse kann immer nur eine Mannschaft die Beste sein. Und in diesem Jahr war es eben nicht der FC Barcelona.

Mit welchen Spielern warst du zufrieden und mit welchen nicht?

Zufrieden waren wir natürlich mit Neymar! Neymar‘s Einstieg beim FC Barcelona hat besser geklappt als zuvor angenommen. Sicherlich ist er nicht perfekt auf die Spielweise in Europa eingestellt und wir gehen davon aus, dass er es auch nie sein wird. Aber, wir haben die Hoffnung, dass es Neymar gelingt, seinen Stil mit dem des FC Barcelona zu verbinden.

Was müsste deiner Meinung nach auf dem Transfermarkt im Sommer verbessert werden?

Das größte Problem beim FC Barcelona ist die Abwehr. Ob das nun an den Spielern liegt oder einfach an der falschen Aufstellung des Trainers, mögen wir nicht beurteilen. Aber man sollte sich auf dem Transfermarkt in diese Richtung umsehen.

Webhttp://fanzentrale-neymar.de/

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