Museu d’art Contemporani de Barcelona: Lohnt sich ein Besuch?

Am MACBA ist nicht nur gediegenes Anschauen angesagt - hier wird Kunst durch dich lebendig!

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MACBA Barcelona
© MACBA - Rafael Vargas & Javier Tles
Das Museu d’art Contemporani de Barcelona – kurz auch MACBA genannt – ist ein vergleichsweise neues Musem an der Plaça dels Àngels. Dabei besticht es vor allem mit viel bedeutender zeitgenössischer Kunst aus Katalonien, Spanien und der ganzen Welt. Doch auch seine eigene Architektur, die einen spannenden Gegensatz zu vielen anderen Gebäuden des El-Raval-Viertels bildet, ist absolut sehenswert.


Die Geschichte des Museu d’art Contemporani de Barcelona

Wie schon angedeutet, ist Barcelonas Museum für zeitgenössische Kunst durch sein 1995er Eröffnungsdatum eines der Küken in der städtischen Museenlandschaft. Die Idee, die ihm zugrunde liegt, lässt sich allerdings bereits bis ins Jahr 1959 zurückverfolgen, als der Kunstkritiker Alexandre Cirici Pellicer den Vorschlag machte, eine solche Einrichtung zu realisieren. So begann er zusammen mit Cesáreo Rodriguez Aguilera eine erste Ausstellung zu konzipieren. Diese umfasste unter anderem Werke von Antonio Bonet Castellana, August Puig, Josep Maria de Sucre und vieler anderer zeitgenössischen Künstler und war bewusst sehr politisch gestaltet.

Der Haken an der Sache: Als die Ausstellung 1963 unter dem Titel „Kunst und Frieden“ eröffnet wurde, empfand sie das Franco-Regime als Provokation und sorgte dafür, dass sie zeitnah wieder schließen musste. Daraufhin dauerte es bis 1985, bis ein erneutes Nachdenken über ein entsprechendes Museumsprojekt durch den zu diesem Zeitpunkt aktuellen katalanischen Kultusminister (Joan Rigol) stattfand. Er schlug die Casa de la Caritat als Räumlichkeit vor. Doch der neu gewählte Stadtrat Barcelonas verwarf die Pläne direkt wieder.

Kein zeitgenössisches Kunstmuseum für Barcelona? Doch!

Dass sich die Mittelmeermetropole dennoch über das Museu d’art Contemporani de Barcelona freuen kann, verdankt sie vor allem der 1987 gegründeten MACBA-Stiftung. Diese wurde 1988 auf ein Konsortium aus Angehörigen der Stiftung, der Stadtregierung sowie der Generalität erweitert. Mit dem Ergebnis, dass es letztlich doch zu einer Bauplanung und Genehmigung für ein neues Gebäude – inklusive Museum – kam.

Die Bauleitung übernahm Richard Meier, ein US-amerikanischer Architekt. Er konzipierte ein nüchternes, fast etwas kühl anmutendes Gebäude, das mit dem Rest von El Raval einen recht großen optischen Kontrast ergibt. Aber man kann als Besucher ja durchaus geteilter Ansicht über Schönheit sein. Und wenn man ehrlich ist, gehört eine gewisse Debatte bei Kunst- und Architekturprojekten doch auch ein wenig dazu … Wie dem auch sein, auf jeden Fall konnten die Beteiligten das MACBA am 28. November 1995 vergleichsweise problemlos eröffnen. (Wenn man von der lebhaften Debatte über die hohen Baukosten absieht.)

Zudem wurde das Konsortium 2007 noch um das Kulturministerium erweitert und ein Jahr später neue Statuten in Bezug auf die Strukturierung erlassen. Seitdem kümmert sich die Stiftung um die Kapitalbeschaffung für permanente Sammlungen. Die drei anderen drei öffentlichen Verwaltungsträger sind hingegen für die Co-Finanzierung des Tagesgeschäfts mitverantwortlich.

Richard MEIER – MACBA (Museum of Contemporary Art)

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.


Was gibt es zu sehen?

Das Museu d’art Contemporani de Barcelona dient vor allem den Sonderausstellungen bedeutender Künstler ab den 1950ern. Dabei präsentiert es im Abstand von drei bis vor Monaten verschiedene Arbeiten von Malern, Bildhauern, Fotografen plus diversen Videofilmern. Doch bevor es ans künstlerisch Eingemachte geht, noch einige Worte zum Museumsgebäude selbst – denn dieses ist mindestens genauso sehens- und erklärenswert.

Das Museumsgebäude selbst

Eine Grundfläche von 120 x 35 Meter und unterm Strich 14.000 m² Platz für Ausstellungsgegenstände, also viel Platz für Kunst und spannende Intentionen. Zu diesen zählt definitiv auch die Idee des Architekten Richard Meiers, die er zusammen mit dem damaligen Bürgermeister Pasqual Maragall für das MACBA entwickelte. Kurz zusammengefasst könnte man es vielleicht auf das Bild einer Brücke zwischen Vergangenheit und Zukunft bringen.

Denn das sehr traditionelle Stadtviertel EL Raval befand sich gegen Ende der 1980er Jahre gelinde gesprochen nicht gerade größten Blütezeit. Dennoch entschieden sich die Museumsplaner bewusst für die Errichtung des Museums an dieser Stelle – und das MACBA sollte den Umgestaltungsprozess symbolisieren!

Was definitiv funktioniert hat. Immerhin steht es an der Plaça dels Àngels dem gotischen Convent genau gegenüber und bildet zusammen mit ihm ein ziemliches Gegensatzpärchen.

  • auf der einen Seite verspielte alte Formen
  • auf der anderen Zurückhaltung, viel Glas, weißes Aluminium, Metall sowie Elemente, die sich spiegeln

Gleichzeitig hat Meier bei der Gelegenheit die Plaça dels Àngels gleich über Oberlichter und Rampen mit dem Museum verbunden und so eine ganz neue Betrachtungssituation erschaffen. Das Ergebnis wird von den Betrachter*innen oft unterschiedlich beurteilt. Doch in Bezug auf eine Sache sind sich alle einig: Die Treppen des Museu d’art Contemporani de Barcelona sind ein echtes Skaterparadies. Und wenn man schon einmal vor Ort ist, kann man gleich im Museum nachschauen, was es neues zu sehen und zu erleben gibt.

Museu d’art Contemporani de Barcelona Skateboard

Die Ausstellungen und die vertretenen Künstler*innen

Die Ausstellungen umfassen Werke von den 1950er Jahren bis heute. Vertreten sind dabei unter anderem so namhafte Künstler*innen wie…

Wie du also siehst, stehen hier sowohl lokale wie internationale Kunst im Fokus. Und dabei ist „international“ nicht nur auf Europa beschränkt. Auch lateinamerikanische, nordafrikanische, arabische und viele weitere Artists freuen sich, wenn ihre Projekte in Barcelonas Museum für zeitgenössische Kunst gezeigt werden. Gleichzeitig möchte es auch jungen Künstler*innen eine Plattform für Präsentationen und Diskussionen bieten und ist durch das regelmäßige Wechselsystem immer neu und anders bestückt. Logisch, dass es hier so nie langweilig wird.


Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Um dir die Ausstellungen in aller Ruhe mit oder ohne Führung anzusehen, benötigst du circa eineinhalb bis zwei Stunden Zeit. Danach bist du dann aber auch auf jeden Fall gut mit dem Kunstmuseum vertraut, hast alles Wichtige gesehen und wahrscheinlich sogar deine persönlichen Highlights entdeckt.


Wann ist die beste Zeit, um das MACBA zu besichtigen?

Das Museu d’art Contemporani de Barcelona ist erfahrungsgemäß vor allem mittags und in den Abendstunden gut besucht. Gerade an Samstagnachmittagen, wenn ab 16:00 Uhr der Eintritt kostenlos ist, ist es sehr gut besucht. Daher mein Tipp: Versuche, nach Möglichkeit, direkt morgens zu gehen. (Es sei denn, du möchtest an einer Führung teilnehmen, dann musst du dich natürlich nach den entsprechenden Zeiten richten.)


Welche Öffnungszeiten hat das Museum für zeitgenössische Kunst?

Das Kunstmuseum ist zu den folgenden Eintrittszeiten geöffnet:

  • montags und mittwochs bis freitags: 11:00 Uhr bis 19:30 Uhr,
  • samstags: 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr,
  • sonntags und feiertags: 10:00 Uhr bis 15:00 Uhr

Beachte bitte zusätzlich, dass es im Gegensatz zu vielen anderen Museen dienstags geschlossen ist und die letzten Eintrittskarten eine halbe Stunde vor Schluss verkauft werden.

Zusätzlich zu den regulären Eintrittszeiten gibt es verschiedene Formen der Führungen durch die Ausstellungen, zu denen unter anderem

  • die „MONOGRAPHIC VISITS“,
  • die „Let’s talk about … Guided visits leaded by different agents and artists of the city“
  • sowie die „Visits à la carte“

gehören. Da die Veranstaltungszeitpunkte regelmäßig, aber voneinander unterschiedlich sind, empfehle ich dir, dich über die einzelnen Termine auf der Homepage des MACBA schlauzumachen.


MACBA Tickets & Preise

Die Eintrittspreise für das Museum für zeitgenössische Kunst gestalten sich wie folgt:

Darüber hinaus gibt es noch zwei weitere gute MACBA Tickets-Tipps:

1. Mit einem Eintrittsticket der Ticketbar* kommst du ohne Anstellen ins MACBA.

2.Wenn du dich bei Get your Guide* für das drei Monate gültige Articket für 30,00 € entscheidest, ist der Eintritt für die folgenden sechs Museen inklusive:


Lohnt sich der Besuch?

Ein Besuch des Museums für zeitgenössische Kunst ist ein echtes Highlight, wenn du dich für moderne Kunst und Kultur (in Barcelona) interessierst. Du hast dich bisher jedoch mit Kunstausstellungen bisher mehr oder weniger schwergetan? Willst es aber auf einen Versuch ankommen lassen? Nur zu! Dann würde ich dir jedoch zur Teilnahme an einer Führung raten. Denn diese koordinieren dich ein bisschen und lassen dir gleichzeitig viel Raum für die Entwicklung deiner eigenen Gedanken. Neue Ideen garantiert inklusive.

Unsere Bewertung:

MACBA Museum in Barcelona: a quick tour in HD – CityBlink

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Wo befindet sich das Museu d’art Contemporani de Barcelona?

Das MACBA liegt an der Plaça dels Angels, 1 und damit am Eingang zum Stadtviertel El Raval. Gleichzeitig ist es als eine der bedeutendsten künstlerischen Sehenswürdigkeiten in Barcelona hervorragend mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen. Mit der Hola BCN Card* kannst Du die Öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos und so oft Du willst nutzen.

  • Metrolinien: L1 und L2 (Haltestelle Universitat), L3 (Catalunya oder Liceu) – in allen drei Fällen plus 10 Minuten für den Fußweg zum Museum
  • Buslinien (TMB): 7, 9, 13, 14, 16, 17, 20, 24, 37, 41, 42, 50, 54, 55, 58, 59, 62 – 64, 66, 68, 91, 120, 121 sowie 141
  • Hop on Hop off Bus*: Blaue Linie (Haltestelle MACBA)
  • RENFE: Haltestelle Plaça Catalunya + 10 Minuten für den Fußweg zum Museum
  • FCG: Haltestelle Provença – Züge ES, S1, S2, S5, S6 – U-Bahnen L6, L7, S7, S 7T (jeweils + 15 Minuten für den Fußweg zum Museum)
  • Auto: Parkplätze an der Plaça dels Angels


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