Das CaixaForum in Barcelona: Lohnt sich ein Besuch?

Mit dem Fundament auf dem Boden und mit der künstlerischen Seele über den Wolken - zeitgenössisches Museum

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CaixaForum Barcelona
Du findest, das Caixa ziemlich nach Kasse klingt? Mit diesem Gedankengang liegst du goldrichtig, denn in der Tat handelt es sich dabei um eine katalanische Bank, die in etwa einer deutschen Sparkasse entspricht. Diesem Namen verdankt auch das CaixaForum in Barcelona seine Existenz. Immerhin ist die Stiftung La Caixa Schutzherrin der zeitgenössischen Kunstsammlung.

Und die ist nicht von schlechten Eltern, sind unter den mehr als 800 Ausstellungsstücken echte Schätze. Ob junge Talente oder gestandene Künstler*innen wie Joseph Beuys, Tony Cragg oder Anish Kapoor – hier ist für jeden (zeitgenössischen) Kunstgeschmack etwas dabei. Weiterer Pluspunkt: In dieser künstlerisch hochwertigen Location ist nicht nur Zuschauen, sondern auch Mitmachen angesagt! Praktische Workshops aus den Bereichen Geistes- und Bildungswissenschaften sowie bildender Kunst und Musik laden zur aktiven Teilhabe ein. Und nebenher ist auch das Gebäude selbst eine Sehenswürdigkeit für sich!


Geschichte des CaixaForums

Dass Barcelona nicht nur einer Stadt der Kunstbegeisterten, sondern auch der Industriellen war und ist, weißt du sicherlich bereits. Damit dürfte es dich wohl nicht groß überraschen, dass die heutige Ausstellungsstätte einen handwerklichen Hintergrund besitzt.

So wurde ihre Errichtung von Casimir Casarramona, einem begnadeten Elektro-Maschinentechniker bei niemand geringerem als Josep Puig i Cadafalch in Auftrag gegeben. Schon wenige Jahre nach der Auftragsvergabe konnte die Textilfabrik 1913 an den Start gehen. Doch die Nutzung währte nur kurz, da die Fabrik 1919 in andere Räumlichkeiten zog und das Gebäude einem zeitweiligen Dornröschenschlaf überließ.

Zwischen 1940 und 1992 nutzte es die Kommune als ‚Zuhause‘ für die Polizei. Zwischendrin (1963) übernahm jedoch La Caixa das Gebäude, das sich seit 1976 als nationales Baudenkmal bezeichnen darf.

Die planerischen Ansätze für eine Museumseinrichtung fingen dann 1996 an, wobei mit Francisco Asarta ein Spezialist für Jugendstilbauten mit der Leitung beauftragt wurde. Sechs Jahre danach, 2002, konnten dann die ersten Besucher*innen die neue Variante des CaixaForums in Barcelona nach einer offiziellen Eröffnung genauer unter die Lupe nehmen. Und noch heute wird es von Einheimischen wie Tourist*innen für seine abwechslungsreichen Ausstellungen geschätzt.

CaixaForum Barcelona Backstein Architektur

Was gibt es zu sehen?

Zum einen ist natürlich schon das Gebäude im Stil des Modernisme eine Augenweide für sich. Puig i Cadafalch ließ sich von mittelalterlichen Burgen inspirieren und schuf mithilfe von Backsteinen und gusseisernen eine ausgeklügelte Mischung aus Ästhetik und Funktionalität. Cleverer Nebeneffekte: Der extrem gute Brandschutz und die modernen Arbeitsbedingungen, die Steilvorlagen für die Planung diverser weiterer Gebäude waren.

Als 1996 der Umbau begonnen und Francisco Asarte als leitende Persönlichkeit eingesetzt wurde, stand schnell fest: Im Neugestaltungsprozess sollte Altes in den Bereichen von Baustil, Struktur sowie Farbe bewahrt werden. Gleichzeitig waren eine gewisse Leichtigkeit und ein moderner Touch gefragt. Und auch eine Erweiterung in Form eines neuen Eingangs und eines zusätzlichen Auditoriums für 300 Besucher*innen gehörten zum Konzept dazu.

Inzwischen gibt es mehr als 3.000 m² Fläche, die den Ausstellungen großzügigen Raum bietet und die durch Glasöffnungen im Dach auch mit sehr viel natürlichem Tageslicht versorgt wird.
Bevor du die Ausstellungsflächen jedoch überhaupt erreichst, warten im Eingangsbereich die baumähnlichen Glas-und-Stahlkonstruktionen des japanischen Architekten Arata Isozaki auf dich. Lass‘ dich von ihnen verzaubern und auf die eigentlichen Ausstellungen einstimmen!

Denn dann treffen 2D- und 3-D-Werke aufeinander. Rubens und Trickfilme reichen sich die Hand und verbinden sich zu einer immer neuen und spannenden Mischung aus traditionellen und futuristischen Exponaten. Besonderer Clou: Neben dauerhaften Installationen wechselt das Repertoire an vielen Stellen des CaixaForums regelmäßig. So kannst du dich immer wieder überraschen lassen – ohne dass es dir langweilig wird.

Und falls du nicht nur aus privaten, sondern auch aus beruflichen Gründen hier bist, versorgt dich das CaixaForum mit jeder Menge Infomaterial. Mehr als 23.000 Bücher und mehr als 17.500 Video- und Audiodateien warten darauf, dass du ihnen einen Besuch abstattest … Also: Ticket kaufen und ab dafür!


Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Wie lange du dich im CaixaForum aufhältst, ist deinem persönlichen Geschmack und deinem Interesse an der jeweiligen Ausstellung geschuldet. Vom entspannten einstündigen Bummel bis hin zur etwa dreistündigen, sehr gründlichen Besichtigung ist hier alles möglich. Letztlich haben die CaixaForum Tickets aber keine Zeitbindung – wenn du also erst einmal hier drin bist, kannst du so lange bleiben, bis die Lichter ausgehen.


Wann ist die beste Zeit, um das CaixaForum in Barcelona zu besichtigen?

Da das CaixaForum in der Regel über den Mittag und ab dem frühen Abend am stärksten besucht ist, empfehle ich dir einen Besuch in den Nachmittagsstunden. (Zumindest dann, wenn du es auf eigene Faust erkunden möchtest.) Davon abgesehen gibt es natürlich noch die Zeiten für die Führungen, die du der Homepage entnehmen kannst. Diese finden mehrmals am Tag statt, sodass sowohl Frühstarter*innen als auch Spätzünder*innen garantiert auf ihre Kosten kommen.


Welche Öffnungszeiten hat das CaixaForum in Barcelona?

Das Kunstforum ist von montags bis sonntags und an Feiertagen von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr geöffnet. Dazu gibt es einen Leckerbissen für alle Abend- und Nachtschwärmer*innen, die im Sommer gerne länger unterwegs sind. An den Mittwochen im Juli und im August ist die Location sogar bis 23:00 Uhr besuchbar.

Und auch am 24. und 31. Dezember sowie am 5. Januar kannst du die Ausstellungen im CaixaForum in Barcelona besichtigen. Dann allerdings ’nur‘ von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr. Im Gegenzug dafür ist es dann am 25. Dezember sowie am 1. und am 6. Januar geschlossen.


CaixaForum Tickets & Preise

Bei den Tickets hast du verschiedene Grundmöglichkeiten zur Auswahl:

Alle angegeben Preise gelten dabei pro Person. Als Besitzer*in des Barcelona City Passes bzw. der Barcelona Card darfst du dich also über Vergünstigungen freuen! Und wie es in Kunstausstellungen immer ist, gilt auch im CaixaForum: Sofern du spezielle Ausstellungen oder anderweitige Veranstaltungen von bestimmten Künstler*innen besuchen möchtest und abweichende Ticketpreise erhoben werden, erfährst du das auf der Homepage des Veranstaltungsortes.


Lohnt sich der Besuch?

Das CaixaForum in Barcelona kann eine durchaus spannende Angelegenheit sein. Allerdings empfehle ich dir, erst einmal nachzuschauen, was die Themen der zu deinem Besichtigungszeitpunkt aktuellen Ausstellung ist und ob sie dich in ihren Bann zu ziehen vermögen. Sollte dies nicht der Fall sein, kannst du deine Zeit auch ruhigen Gewissens in eine andere Sehenswürdigkeit investieren.

Unsere Bewertung:
Velázquez y el Siglo de Oro. CaixaForum Barcelona

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.


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Wo liegt das CaixaForum in Barcelona?

Das Kunstforum befindet sich im Montjuïc-Viertel und gleichzeitig nicht weit von der Plaça d’Espanya entfernt. Dementsprechend halten die diversen öffentlichen Verkehrsmittel auch an dieser Stelle. Und von dort aus ist es wirklich nur ein Katzensprung zur von dir anvisierten Sehenswürdigkeit. Mit der Hola BCN Card* kannst Du die Öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos und so oft Du willst nutzen. Hier alle wichtigen motorisierten Anreiseoptionen im Überblick:

  • Metro: L1 und L3 – Haltestelle Espanya
  • FGC Züge: L8, R5 und R6, S4, S8 und S33 – Haltestelle Espanya
  • Buslinen Option 1: 13 und 150 – Haltestelle vor dem CaixaForum
  • Buslinien Option 2: 9, 23, 27, 37, 46, 50, 65, 79, 91, 109, 165 sowie D20, D40, H12, H16, L72, L80, L81, L86, L87, L95 und V7 – Haltestelle Espanya
  • Hop on Hop off Bus (rote Tour)*: Haltestelle CaixaForum – Pavelló Mies Van der Rohe oder Haltestelle Plaça d’Espanya


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Warst Du schon mal im CaixaForum in Barcelona? Wie hat es dir gefallen?

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