Stadtteile in Barcelona: Alle Stadtviertel auf einen Blick

Komm' mit auf einen Rundgang durch die 10 Bezirke Barcelonas

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Stadtteile in Barcelona - FB
Barcelona setzt sich aus insgesamt 10 größeren Bezirken zusammen, die wiederum aus einer Vielzahl an einzelnen Stadtvierteln mit eigenen Charakterzügen bestehen.

Wenn du Lust hast, die Stadtteile in Barcelona und ihren individuellen Charme ein wenig näher kennenzulernen, dann ist dieser Beitrag ideal dafür. Ob Sehenswürdigkeiten, wichtige Metrostationen, Einwohnerzahlen – hier kommt der schnelle erste Überblick.

Meine Empfehlungen:

  • Ciutat Vella
  • Eixample
  • Gracia

Ciutat Vella – die Altstadt

● El Raval ● El Gòtic (Gotische Viertel, Barrio Gotico) ● Sant Pere, Santa Caterina i la Ribera (El Born) ● La Barceloneta

Ciutat Vella

Die Ciutat Vella, die „alte Stadt“ stellt mit ihren gut 115.000 Einwohnerinnen und Einwohner das Herz Barcelonas dar und ist gleichzeitig der harte Kern. Nach der Gründung durch die Römer 133 vor Christus war sie für die verschiedensten Kulturen wie die Westgoten, die Mauren und die aragonische Krone ein wichtiger Stützpunkt am Mittelmeer. Kein Wunder also, dass sie Geschichten aus fast 20 Jahrhunderten erzählen kann. Und ich bin mir absolut sicher, dass viele weitere dazukommen werden, erfindet sich Barcelona doch immer wieder neu und ist in seinem Innersten immer jung geblieben.

Dementsprechend gibt es im Stadtzentrum auch (kulturelle) Schätze aus allen Zeitabschnitten zu bewundern. Antike Stadtmauern ebenso wie gotische Kirchen und Kunstmuseen des 20. Jahrhunderts. An kaum einer anderen Stelle der Stadt ist die Sehenswürdigkeitsdichte so groß wie hier und ein gemütlicher Bummel durch die Gassen lohnt sich auf jeden Fall.

Aber Achtung: Gerade an den beliebtesten Punkten ist es oft sehr voll und wenngleich es sich bei den zugehörigen Vierteln inzwischen um tendenziell sicherere Stadtteile handelt, fühlen sich Trickdiebe hier besonders wohl. Insofern immer schön die Augen aufhalten und aufmerksam im Umgang mit den eigenen Wertgegenständen sein und bleiben.

Und hier nun die einzelnen vier Viertel des Distrikts im Überblick.


Das Barri Gòtic

Wie der Name es schon verrät, handelt es sich um das um das „gotische Viertel“, das viele Sehenswürdigkeiten wie die Kathedrale La Seu, den Plaça Reial und die Las Ramblas – um nur einige zu nennen – beherbergt. Wenn du hier unterwegs bist, kannst du auch Reste der alten römischen Stadtmauer in Augenschein nehmen, in den kleinen einzigartigen Läden super-leckere Schokolade probieren (Calle Petritxol) oder das noch nicht allzu sehr von großen Touristen-Tempeln überrannte Nachtleben eines der schönsten Stadtteile in Barcelona genießen.

Metro-Haltestellen:

  • Plaça Catalunya (L1 und L3)
  • Liceu (L3)
  • Jaume I (L4)

El Raval

Barcelona-Stadtviertel-Raval
El Raval

El Raval ist einer der Stadtteile in Barcelona, die zunächst nicht so auf der Sonnenseite des Lebens standen. Während es lange Zeit vor allem als „Klinikviertel“ genutzt wurde, wurde es im Laufe der Industrialisierung zur Heimat vieler ausländischer Arbeiterinnen und Arbeiter. Und dass in diesen zusammenhängen nicht immer nur die braven Jungs und Mädchen kommen und sich an bestimmten Stellen versammeln, ist hinlänglich bekannt. Doch die Zeiten, in denen man es wegen der ziemlich schlechten (Gesundheits-) Verhältnisse auch als „chinesisches Viertel“ bezeichnete und zu den deutlich unsicheren Stadtteilen zählte, sind inzwischen vorbei. Heute ist es eine ziemlich angesagte, weil multikulturelle und bei Studierenden sowie Künstlerinnen und Künstlern sehr gefragte Zone, die gerade musikalisch einiges zu bieten hat. Daneben gibt’s hier aber auch andere kulturelle Schwergewichte wie das MACBA und den Palau Güell zu bestaunen.

Metro-Haltestellen:

  • Plaça Catalunya (L1 und L3)
  • Paral·lel (L2 und L3)
  • Liceu (L3)

Sant Pere, Santa Caterina i la Ribera (El Born)

El Born Barcelona
El Born

Auch El Born ist ähnlich angesagt wie El Raval und hat sich im Laufe der letzten Jahre zu einem unglaublich beliebten Treffpunkt für Ausgehfreudige entwickelt. Keine wirkliche Überraschung, wenn du bedenkst, dass hier viele tolle Restaurants, Bars und Diskotheken beheimatet sind. Im Gegensatz zu El Raval war es aber schon immer ein tendenziell eher sicherer Stadtteil, wovon natürlich auch die vielen einzigartigen Boutiquen profitiert haben. Zwar handelt es sich dabei nicht unbedingt um die Nobelmarken, die du beispielsweise in Eixample oder Gràcia antriffst. Doch für ein hochwertigeres und originelles Urlaubssouvenir reicht es hier auf jeden Fall. Weiterer Pluspunkt – neben Attraktionen wie dem Picasso Museum, der Basilika „Santa Maria del Mar“ und dem Markt „Santa Caterina“ – ist die geringe Entfernung zum Strand von Barcelona. Insofern kannst du hier super nach einer Unterkunft für deinen Strandurlaub suchen.

Metro-Haltestellen:

  • Arc de Triomf (L1)
  • Jaume I (L4)

La Barceloneta

La Barceloneta
La Barceloneta

Mittendrin statt nur dabei bist du in Bezug auf den Strand natürlich im alten Fischerviertel Barceloneta. Hier sind einige der angesagtesten Nachtclubs und Bars anzutreffen, weshalb dich die Nightcard bestimmt das eine oder andere Mal in diese Zone führen wird. Doch auch Sportfans und Familien kommen hier auf ihre Kosten – man muss nur wissen, welcher Strandabschnitt wofür besonders geeignet ist. Dass es sich trotzdem überall ums Wasser dreht und du hier bei deinem Strandurlaub bestens aufgehoben bist, liegt auf der Hand. Wie wäre es also ‚mal mit einem Abstecher zum Port Olímpic, zum Port Vell oder zum Passeig Marítim? Freilich musst du hier auf deine Wertsachen gut aufpassen und solltest dich nicht von dubiosen Strandverkäufer(inne)n über den Tisch ziehen lassen. Doch insgesamt verbringst du hier eine schöne Zeit – gerade im Frühjahr und Herbst, wenn der Strand nicht so von Touristen-Scharen überlaufen ist.

Metro-Haltestelle:

  • Barceloneta (L4)

Eixample – das Zentrum

● El Fort Pienc ● La Sagrada Família ● La Dreta de l’Eixample ● L’ Antiga Esquerra de l’Eixample ● La Nova Esquerra de l’Eixample ● Sant Antoni

Eixample
Eixample

Genau wie la Ciutat Vella setzt sich der Distrikt Eixample aus mehreren einzelnen Vierteln zusammen, ist aber mit einer Einwohnerzahl von etwa 26.500 Personen deutlich größer. Dieses Wachstum verdankte der Bezirk speziell der ungefähr 1850 einsetzenden Industrialisierung. Wohn- und Arbeitsplätze waren gefragt und angesagt und dass sich das Stadtzentrum nicht ohne Weiteres aufstocken lies, lag auf der Hand. Was also tun? Die Stadt über die alten Mauern hinaus erweitern und durch neue Viertel ergänzen.

In diesem Rahmen war L’Eixample in Bezug auf alle neuen Stadtteile in Barcelona ein echtes Musterstück des Standplaners Ildefons Cerdà. Er orientierte sich dabei an den schachbrettartigen Grundrissen vieler amerikanischer Großstädte – und so sind in diesem Viertel denn auch genau wie bei den Vorbildern breite Straßen und geräumige Kreuzungen anzutreffen. Wobei geräumig auch wirklich geräumig ist – man denke nur an die sechsspurige Passeig de Gràcia.

Dass eine solche Planung geräuschlos durch die Ämter und Behörden läuft und klammheimlich umgesetzt wird, ist natürlich nicht zu erwarten und so war es denn auch nicht. Tatsächlich wurde sie mehr als munter verhandelt, bevor sie 1859 tatsächlich abgesegnet wurde. Dafür kann sich das Ergebnis definitiv sehen lassen.


L’Eixample ist wirklich mustergültig

Casa Mila Dach Barcelona
Casa Mila

Ein nobles Pflaster, passend zum „Quadrat d’Or“ in seiner Mitte. Hier triffst du einige der elegantesten Boutiquen, Restaurants und Bars der gesamten Stadt an. Dass sich die Reichen und Schönen in diesem Bereich besonders wohl fühlen und sich auch architektonisch oft selbst verwirklicht haben, wer will es ihnen vorwerfen? Die Quote der unter Denkmalschutz stehenden modernistischen Gebäude ist mit 150 Werken jedenfalls beachtlich – unter ihnen unter anderem die Casa Milà, die Casa Batllò und etwas weiter im Osten die berühmte Sagrada Família.

Im nördlichen Bereich geht es dann über die Passeig de Gràcia in ein weiteres sehr gefragtes Viertel.

Aber abgesehen von ausgesuchten Shops, erlesenen Restaurants und mehreren kulturellen Highlights kannst du deine Zeit in Eixample nicht nur „filigran“ verbringen. Das Gaixample, wie das Viertel häufig auch genannt wird, ist einer der eindeutig LGTB-freundlichen Stadtteile in Barcelona und zählt genauso wie Amsterdam oder San Francisco zu den angesagtesten Reisezielen für Lesben und Schwule. Im Bereich zwischen Balmes und el Carrer d’Aragó (inklusive dem Comte d’Urgell und der Gran Via de Les Corts) befinden sich folgerichtig einige der angesagtesten Clubs für alle, die miteinander Spaß haben und das Leben feiern wollen.

Womit festzuhalten ist, dass Eixample ebenso schön und sicher wie im positiven Sinne feierlaunig ist. Ein mustergültiges Viertel eben …

Metro-Haltestellen:

  • Passeig de Gràcia (L2, L3 und L4),
  • Sagrada Família (L2 und L5)
  • Diagonal (L3 und L5)

Gràcia

● Vila de Gràcia ● Vallcarca i els Penitents ● El Coll ● La Salut ● El Camp d’en Grassot i Gràcia Nova

Park Güell Bank Mosaik
Park güell

Mit 120.000 Einwohnerinnen und Einwohnern ist Gràcia von der Personenzahl her ähnlich groß wie die Altstadt, verfügt aber über eine ganz andere Geschichte als diese. Tatsächlich ist diese Zone einer der Stadtteile in Barcelona, der erst sehr spät (1898) eingemeindet wurde. Vorher war Gràcia nämlich – genau wie Sants – eine eigene Gemeinde mit kleinen Straßen, mehreren Plaças und einem vergleichsweise beschaulichen, wenn auch arbeitsreichen Leben.

Diesen Charme hat sich Gràcia bis heute erhalten und zählt nach wie vor zu den beliebtesten und sichersten Stadtvierteln von ganz Barcelona. Wahrscheinlich ist es auch der dem Eixample genau entgegengesetzte Charakter, der für diesen Eindruck sorgt. Während in Eixample alles groß, geräumig und den mondänen Hauch der Großstadt atmet, geht es in Gràcia locker-familiär zu. Dementsprechend fühlen sich hier viele Studierende, Künstler und Familien wohl, die die verschiedenen Festlichkeiten wie die Fiesta Major am 15. August sehr genießen. Und auch ein Ausflug zur Casa Vicens oder in den sehr beliebten Park Güell gilt als jederzeit gern gesehen.

Ansonsten ist Gràcia aber eher ruhig und beschaulich und nicht so sehr von Touristinnen und Touristen überrannt wie beispielsweise die Strandabschnitte. Wenn du also Lust auf einen ruhigeren Stadturlaub mit Tapas, kleinen netten Läden oder einem guten Glas Wein auf einem hübschen Platz hast? Dann ist Gràcia einer der Top-Geheimtipps in Barcelona!

Metro-Haltestelle:

  • Fontana (L3)
  • Joanic (L4)

Horta – Guinardó

● El Guinardó ● El Baix Guinardó ● Can Baró ● La Font d’en Fargas ● El Carmel ● La Teixonera (auch Taxonera geschrieben) ● La Clota ● Horta ● La Vall d’Hebron ● Montbau ● Sant Genís dels Agudells

Horta - Guinardó
Horta – Guinardó

Horta-Guinardó ist einer der tendenziell etwas weiter im Norden und Osten liegenden Stadtteile in Barcelona und gehört zu den im 19 Jahrhundert eingemeindeten Distrikten. Durch seine Lage ist er zwar nicht unbedingt für einen Strandurlaub in Barcelona prädestiniert. Doch da du dich hier in der schon eher bergigen Region befindest, hast du natürlich stellenweise tolle Aussichten über die Stadt. Diese genießen übrigens auch die insgesamt etwa 170.000 Bewohnerinnen und Bewohner, die Horta-Guinardó damit zum drittgrößten Distrikt nach Sants-Montjuïc und Sarrià-Sant-Gervasi machen.

Da die Gegend hauptsächlich Wohngebiet ist und an Sehenswürdigkeiten fast nur der Parc del Laberint plus das (dafür wiederum sehr schöne) Hospital Sant Pau zu finden sind, bist du hier fast ausschließlich unter Einheimischen. Frische Luft, gute Metro-Verbindungen zur Innenstadt und alte Häuser von Bauern und Aristokraten (in Horta und Vall d’Hebron) laden zum Pause-Machen und das Leben-Genießen ein.

Metro-Haltestellen:

  • Vall d’Hebron (L3)
  • Alfons X (L4)
  • El Carmel (L5)
  • Horta (L5)

Les Corts

● Les Corts ● Pedralbes ● La Maternitat i Sant Ramon

Les Corts
Les Corts

Der kleinste Distrikt von Barcelona, Les Corts, grenzt an den Westen von Eixample an und gilt daher als einer der sichereren Stadtteile in Barcelona. Hier leben etwa 80.000 Personen, die – wie du von einem Wohnviertel wohl vermutest – vor allem wohnen, aber auch die tollen kleinen Geschäfte nutzen.

Eingemeindet wurde der Distrikt (wie könnte es anders sein?) 1897, also in den letzten Jahren des 19. Jahrhunderts. Bis dahin war Les Corts ein eigenständiges Dorf. Es entwickelten sich aber schnell zu einem gefragten Universitätsstandort weiter, weshalb es gerade bei Studierenden, die kurze Wege zu schätzen wissen, sehr beliebt ist. Wobei ich damit nicht sagen will, dass das Nachtleben mit der lauten und trubeligen Variante wie in Barceloneta oder in einigen Clubs in Eixample zu vergleichen wäre.

Hier ist alles ein bisschen familiärer (ein wenig so wie in Gràcia). Hinzu kommt, dass die großen Sehenswürdigkeiten – abgesehen vom Heimstadion des FC Barcelona, dem Camp Nou – in anderen Stadtteilen von Barcelona anzutreffen sind. Somit „verlaufen“ sich auch nicht so viele Reiselustige hier her. Eigentlich schade, denn die Architektur ist so ansprechend wie die Cafés und Hotels charmant sind. Doch wahrscheinlich ist genau das der Clou – das dieser Geheimtipp noch nicht so überlaufen ist. Und wer weiß, vielleicht begegnest du in Les Corts sogar einmal spanischen Adligen – die Enfantin Cristina besitzt schließlich ein Haus in Pedralbes, einem der mondänsten und ausgesuchtesten Stadtteile von Les Corts.

Metro-Haltestelle:

  • Les Corts (L3)

Nou Barris

● Can Peguera ● Porta ● Canyelles ● Ciutat Meridiana ● La Guineueta ● La Prosperitat ● Vallbona ● Verdun ● Vilapicina i la Torre Llobeta ● Les Roquetes ● La Trinitat Nova ● Torre Baró ● El Turó de la Peir

Nou Barris
Nou Barris

160.000 Personen, insgesamt 13 Stadtteile? Warum heißt das Ganze dann „Nou Barris“ (neun Stadtviertel)? Ganz einfach: Zunächst waren es wirklich neun Stadtteile in Barcelona, die der Zone ihren Namen gaben – doch dann kamen noch einige dazu und jetzt sind es eben insgesamt 13. Im Norden von Barcelona bei Horta-Guinardó und Sant Andreu gelegen, handelt es sich bei diesem Distrikt ebenfalls um ein fast reines Wohngebiet. Die Fahrt bis in die Stadtmitte dauert mit einer Viertelstunde für Barceloneser Verhältnisse einen Moment, ist unter dem Strich aber selbstverständlich immer noch vergleichsweise schnell zu machen. Dadurch, dass hier vor allem Spanier leben, kommst du hier dem authentisch-katalanischen Lebensgefühl sehr nahe.

Zwar befinden sich hier mit Torre Baró, Vallbona, la Zona Franca oder der Ciutat Meridiane auch einige von Barcelonas abgelegensten und ärmsten Barris, die vergleichsweise unsichere Stadtviertel sind. Doch das heißt keinesfalls, dass deswegen gleich Mord und Totschlag herrschen. Im Gegenteil.

Tendenziell finden viele Besucherinnen und Besucher das Nou Barris sogar relativ hübsch – kein Wunder bei den vielen Parkanlagen wie dem

Letzterer ist mit satten 17 Hektar Fläche sogar der zweitgrößte Park der Metropole und hat wesentlich dazu beigetragen, dass der Preis für die größte Gesamtgrünfläche aller Stadtteile in Barcelona an das Nou Barris ging.

Aber auch die regionalen Universitäten, das Stadtarchiv plus eine von Barcelonas größten öffentlich zugänglichen Bibliotheken sind den einen oder anderen Blick definitiv wert. Gleiches trifft übrigens auch auf die abwechslungsreiche Kneipen und Bar-Szene zu. Komm‘ doch einfach einmal vorbei, wenn du eine ganz neue, nicht von Touristen überlaufene Seite von Barcelona kennen lernen willst!

Metro-Haltestellen:

  • Trinitat Nova (L3, L4 und L11)
  • Llucmajor und Via Julia (L4)
  • Vilapicina (L5)

Sant Andreu

● Sant Andreu ● La Sagrera ● La Trinitat Vella ● Baró de Viver ● Navas ● El Congrés i els Indians ● El Bon Pastor

Sant Andreu
Sant Andreu

Ebenfalls im Norden von Barcelona und am Fluss Besòs befindlich, warten der Stadtteil Sant Andreu und seine etwa 140.000 Bewohnerinnen und Bewohner auf einen Besuch von dir. Erwarte aber nicht, dass es hier besonders hipp und multi-kulti-mäßig zugeht. Obwohl hier viele Familien mit kleineren Kindern leben, ist der Distrikt doch eher spanisch-katalanisch geprägt und kein klassisches Touristen-Gebiet.

Überhaupt wirkt Sant Andreu mit seinen beiden tollen Kirchen (Sant Andreu del Palomar sowie Sant Pacia) eher noch ein bisschen wie ein ziemlich grünes Dorf. Was sicherlich auch daran liegt, dass sich der Stadtteil, der ebenfalls erst Ende des 19. Jahrhunderts zu Barcelona kam, seinen Charakter weitgehend bewahrt hat. Wenig Restaurants, aber dafür fantastische Tapas aus besten lokalen Zutaten. So sieht die Wahrheit vor Ort aus. Falls es doch eine etwas größere Shopping-Tour werden soll, fährst du einfach mit der Metro in die Stadtmitte oder besuchst direkt vor Ort „La Maquinista“. In dieser riesigen Mall befinden sich insgesamt 230 Läden. Da ist bestimmt auch das richtige Angebot für dich dabei, oder?

Fazit: Zwar ist Sant Andreu keiner der Stadtteile in Barcelona, die sich wirklich für einen Strandurlaub mit ganz kurzem Anreiseweg zum Strand anbieten – aber schön und ruhig wohnst du hier auf jeden Fall! Lass‘ dich also positiv überraschen.

Metro-Haltestelle:

  • Sant Andreu (L1)

Sant Martí

● El Camp de l’Arpa del Clot ● El Clot ● El Parc i la Llacuna del Poblenou ● La Vila Olímpica del Poblenou ● El Poblenou ● Diagonal Mar i el Front Marítim del Poblenou ● El Besòs i el Maresme ● Provençals del Poblenou ● Sant Martí de Provençals ● La Verneda i la Pau

Sant Martí
Sant Martí

Mit um die 220.000 Einwohnerinnen und Einwohner geht der Platz für den nach Personen zweitgrößten Stadtbezirk eindeutig an den im Osten Barcelonas befindlichen Stadtteil Sant Martí. Und nicht nur das – durch seine Lage an der Küste ist er für einen Strandurlaub in Barcelona quasi prädestiniert. Fast noch mehr als Barceloneta, dass ja oft als bester Stadtteil dafür gilt, denn hier gibt es sogar noch mehr Strände (wobei die ja alle fließend von einem in den anderen übergehen.) Als beliebte Wohngegend für die Mittelschicht wird Sant Martí natürlich auch von der Stadtverwaltung unterstützt. In der Folge sind gerade in den letzten Jahren viele Überarbeitungen vorgenommen worden und die Zone hat von diversen zugezogenen öffentlichen Einrichtungen sehr profitiert. Und natürlich tragen auch Sehenswürdigkeiten wie die Torre Agbar oder das Design Museum dazu bei, dass immer mehr Menschen einmal vorbeischauen wollen.

Besonders nennenswert ist dabei einer der Stadtteile in Barcelona, der eine sehr spannende Entwicklung durchlaufen hat: Poblenou. Poblenou galt an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert noch als klassischer Industriestandort mit allem, was einen Arbeiter-Bezirk kennzeichnete. Laut, dreckig und nicht das, was man sich von einer ansprechenden Umgebung erhoffte. Doch die Zeiten änderten sich, die Industriebetriebe verwandelten sich – und plötzlich waren es Unis, Start-Ups und Ateliers, die in die alten Industriehallen einzogen. In Kombination mit alternativen Theatern, originellen Bars oder Clubs wie dem Razzmatazz wird es dir hier bestimmt nicht langweilig.

Metro-Haltestellen:

  • Bac de Roda (L2)
  • St. Martì (L2)
  • El Maresme / Fòrum (L4)
  • La Pau (L4)

Sants – Montjuïc

● El Poble-sec ● La Marina del Prat Vermell ● La Marina de Port ● La Font de la Guatlla ● Sants ● Sants – Badal ● Hostafrancs ● La Bordeta ● Parc de Montjuïc

Sants – Montjuïc
Sants – Montjuïc

Meer und Berge, so kann man die geographische Beschaffenheit der Stadtteile in Barcelona zusammenfassen, die diesen Distrikt bilden. Mit 180.000 Personen zählt er auf jeden Fall zu den einwohnerstärksten der gesamten Stadt und dient dank seines Bahnhofs auch als sehr wichtiger Verkehrsknotenpunkt.

Insgesamt handelt es sich bei Sants-Montjuïc vielleicht nicht um den aller attraktivsten, aber sicherlich um einen der charismatischsten Distrikte. Hier ist immer viel los, was sicherlich an den vielen Sehenswürdigkeiten liegt, die sich hier befinden. In den dunkleren Stunden des Tages solltest du daher ein waches Auge auf deine Wertgegenstände haben – doch insgesamt ist es um die Sicherheit ganz passabel bestellt.

Besonders hervorzuheben ist dabei natürlich der Montjuïc, neben dem Tibidabo einer der beiden Hausberge Barcelonas. Er liegt direkt an der Küste und ist mit der Hafenseilbahn erreichbar, die einen wunderbaren Blick über das Meer bietet. In Kombination mit anderen Sehenswürdigkeiten wie…

…ist er ein tolles Ausflugsziel für Spaziergänger und sportlich Interessierte. Und klar kannst du hier abends auch sehr ordentlich essen gehen. Oder tagsüber einen Abstecher in das Las Arenas (ein gigantisches Kaufhaus) machen, um dich richtig glücklich zu shoppen.

Metro-Haltestelle:

  • Plaça de Sants (L1 und L5)
  • Paral-lel (L2 und L3)
  • Espanya (L3 und L8)

Sarrià – Sant Gervasi

● Vallvidrera, Tibidabo i les Planes ● Sarrià ● Les Tres Torres ● Sant Gervasi – La Bonanova ● Sant Gervasi – Galvany ● El Putget i Farró

Sarrià - Sant Gervasi
Sarrià – Sant Gervasi

Zusammen mit Eixample und Gràcia ist Sarrià-Sant Gervasi einer der Stadtteile in Barcelona, in denen Sicherheit besonders großgeschrieben wird. Was bei immerhin 140.000 Bewohner(inne)n schon eine sehr gelungene Leistung ist. Im Gegensatz zu diesen liegt Sarrià-Sant Gervasi aber nicht in der Innenstadt, sondern im nordwestlichen Stadtgebiet – am Fuße des Tibidabos. Bei diesem und der darauf befindlichen Kirche Sagrat Cor handelt es sich folglich auch um zwei der Top-Sehenswürdigkeiten dieser Zone. Ergänzend können aber auch noch die Tramvia Blau (die alte Straßenbahn), der Fernsehturm und der Vergnügungspark genannt werden.

Doch davon abgesehen sind die Standviertel, die zu diesem Distrikt gehören, sehr ruhig und beschaulich. Die Hauptursachen dafür liegen in zwei Aspekten:

  • Einerseits wurde das Viertel erst 1921 als letztes unabhängiges Dorf eingemeindet und hat sich somit noch viel seines ursprünglichen Charakters erhalten.
  • Andererseits ist das Hauptanliegen der Menschen hier, gut zu wohnen, Freunde zu treffen und abends miteinander eine tolle Zeit zu erleben.

So sind gemütliche kleine Tapasbars ebenso zu finden wie größere Discos (wie den Sala B oder das Luz de Gaz). Nur Shopping-Tempel suchst du hier eher vergeblich – aber es ist ja nicht sehr weit bis in die Stadtmitte zu den geeigneten heiligen Hallen. Fazit: In einer angenehmen Umgebung übernachten, lässig-entspannt feiern und prima essen beziehungsweise trinken – hier bist du dafür an genau der richtigen Stelle!

Metro-Haltestellen:

  • St. Gervasi, Muntaner, La Bonanova, Les Tres Torres, Sarrià (L6)


Karte


Welcher Stadtteil in Barcelona gefällt dir am besten? Und warum?

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8 Kommentare

  1. Hallo Johannes, mein Lieblingsstadtviertel ist natürlich Barceloneta. Danke für den Link auf meine Seite 🙂 Ich finde die Seite super. Wie wäre es mal mit einem Treffen zwischen Bloggern über Barcelona zum Erfahrungsaustausch? Viele Grüße

  2. Hallo Johannes, ich möchte im Februar für ein paar Tage nach Barcelona, hab gelesen, dass es dann seltener regnet als im März. Kannst du das bestätigen. Und wa mach ich bei schlechtem Wetter.
    Danke
    Dorothea

  3. Hallo Johannes,

    wir sind 6 „Mädels“ Anfang/ Mitte 40 und möchten ende April 3 Tage nach Barcelona. Wir möchten natürlich bissel sightseeing machen, auch 2-3 Shoppen soll dabei sein und ein klein bisschen Nachtleben wäre auch schön. Wir würden ein Apartement mieten wollen. hast du gerade einen super Tipp für uns? Lg Domi

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