Das Olympiastadion in Barcelona: Lohnt sich ein Besuch?

Das Estadi Olímpic Lluís Companys bietet sowohl Sportlern als auch Musikern und Künstlern eine gefragte Bühne

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Olympiastadion Barcelona
Für die Weltausstellung 1929 gebaut, bei den Olympischen Spielen 1992 gefeiert und heute ein Ort für Kunst und Kultur. Das Olympiastadion in Barcelona ist ein echtes Allroundtalent im Bereich der städtischen Veranstaltungsorte. Gleichzeitig stellt es in Kombination mit einem Besuch des Olympiamuseum oder einer Veranstaltung ein beliebtes Ausflugsziel dar.

Die Geschichte des Estadi Olímpic Lluís Companys

Das olympische Stadion in Barcelona wurde im Jahr 1929 nach dem Entwurf des Architekten Pere Domènech i Roura errichtet. Seine Tribüne war für die Weltausstellung gedacht und wurde für diese auch mit großem Zuspruch genutzt. Doch schnell danach stellte sich die Frage „Und jetzt?“, die erst einmal niemand beantwortete, worauf das Gebäude längere Zeit leer stand.

Die neue Idee kam dann aber doch – in Form der Olympischen Spiele in Barcelona im Jahr 1936. Der Haken daran: Diese vergab das Komitee an Deutschland. So dauerte es noch bis 1992, bis die Mittelmeermetropole den Zuschlag für die 25. Sommerspiele bekam. Dafür überarbeitete das Architekten-Team Buxadé, Correa, Gregotti, Margarit und Milà das Stadion komplett.

Sie ließen nur noch die Fassade mit Pablo Gargallos Reiterskulpturen stehen, vertieften die spielfeldrelevanten Stellen und verringerten die Platzkapazität von bis dato 60.000 auf 55.000 Plätze. Bekanntlich waren die Sommerspiele, deren Eröffnungs- und Abschlussfeier sowie die Leichtathletik-Wettkämpfe im Olympiastadion stattfanden, ein großer Erfolg, der Barcelona weithin über die Grenzen Spaniens hinaus bekannt machte. Doch damit war (und ist) die Geschichte der Sportstätte noch keinesfalls zu Ende.

  • 2001 erfolgte die offizielle Umbenennung in „Estadi Olímpic Lluís Companys“, zu Ehren des katalanischen Regierungspräsidenten, der 1940 im Castell de Montjuïc hingerichtet wurde.
  • Zudem war es von 1997 bis 2009 das Heimstadion des Fußballvereins Espanyol Barcelona und diente 2007 auch für Fußball-EM-Qualifikationsspiele wie die von Andorra und England.
  • Und auch andere Sportarten fanden hinter seinen Toren beste Wettbewerbsbedingungen vor, wie die 20. Leichtathletik-Europameisterschaften 2010 beweisen. In diesem Zuge wurde es übrigens auch wieder auf 60.000 Plätze vergrößert.

Also eine durchaus bewegte sportliche Karriere … Der einzige Haken dabei: Das Stadion ist nicht überdacht und damit für Sportveranstaltungen nicht mehr so interessant. Macht aber nichts, denn es lässt sich ja auch für Kunst- und Musikveranstaltungen nutzen!

Estadi Olímpic Lluís Companys


Was gibt es zu sehen?

Platz für rund 60.000 Zuschauerinnen und Zuschauer – wenn das nicht ideal für Konzerte auf der ganz großen Bühne ist? In der Tat handelt es sich beim Olympiastadion in Barcelona nicht gerade um die kleinste Location, in der Konzerte gegeben werden können. Kein Wunder also, dass sich hier auch Superstars wie Madonna, U2 oder die Rolling Stones über einen Auftritt freuen. Und auch in sportlicher Hinsicht war lange Zeit für einen hohen Komfort gesorgt. Man denke nur an…

  • das 105 x 70 Meter große Fußballfeld oder
  • die Anlagen für die Leichtathlet(inn)en

…die besonders für die Olympischen Spiele in Barcelona im Jahr 1992 von immenser Wichtigkeit waren. Da das Stadion allerdings weder eine Überdachung noch eine Schönwetter-Garantie besitzt, ist es inzwischen vor allem für Konzerte und Co. und nicht mehr besonders für Sportveranstaltungen interessant.

Trotzdem hat es seinen sportlichen Charakter bei Weitem nicht verloren! Es arbeitet nämlich eng mit dem Sportmuseum (Olympisches Museum) zusammen und bietet dem Open Camp @ Olympic Stadium ein Zuhause. Dort bekommst du seit dem 2016er Sommer einen faszinierenden Eindruck davon, was die Mischung aus Virtual Reality und Technologie alles auf die Beine stellen kann. Ob Messis Dribblings oder ein Run von Usain Bold – am besten probierst du es einfach einmal selbst aus!

AC/DC – Barcelona Estadi Olimpic Lluís Companys 29/05/2015

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.


Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Je nachdem, wie ob du deine Blicke länger schweifen lassen oder nur einen (kleinen) Abstecher in das Olympiastadion in Barcelona machen willst, brauchst du nach meinem Dafürhalten eine halbe Stunde bis Stunde. Bei Konzerten oder ähnlichen Events kann es natürlich auch deutlich länger dauern. Doch das liegt dann eben in der Hand der Veranstalter.


Wann ist die beste Zeit, um das Olympiastadion zu besichtigen?

Die ideale Zeit für einen Besuch des Estadi Olímpic Lluís Companys stimmt entweder mit dem Zeitpunkt einer von dir persönlich ausgewählten Veranstaltung überein. Oder sie liegt innerhalb der Museumsöffnungszeiten. Wobei es dann tendenziell am früheren Morgen und am späteren Nachmittag / am Abend etwas leerer ist.


Welche Öffnungszeiten hat das Olympiastadion?

Das Estadi Olímpic Lluís Companys öffnet

  • im Sommer von 10:00 Uhr bis 20:00 Uhr und
  • im Winter von 10:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Diese Zeiten gelten für alle Tage.

Möchtest du deinen Stadion- mit einem Museumsbesuch verbinden, solltest du daran denken, dass das Sportmuseum montags geschlossen und an Sonn- und Feiertagen ’nur‘ von 10:00 Uhr bis 14:30 Uhr besuchbar ist.


Olympiastadion Barcelona Tickets & Preise

Der Eintritt in das Olympiastadion im Zuge eines Museumsbesuchs ist kostenlos; die Preise für das Sportmuseum staffeln sich wie folgt:

  • 5,10 €: Normaltarif für Erwachsene
  • 3,20 €: ermäßigter Tarif für Studierende
  • Kostenlos: Kinder bis 7 Jahre und Senioren über 65 Jahre

Davon ausgenommen sind natürlich die Preise für Musik- oder anderweitige Veranstaltungen. Diese entnimmst du am besten der jeweiligen Event-Preisliste.

L'Estadi Olímpic Lluís Companys, 25 anys després

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Lohnt sich der Besuch?

Bist du sport- und / oder musikbegeistert? Dann ist ein Abstecher in das Olympiastadion in Barcelona genau das Richtige für dich. Vor allem in Kombination mit dem Sportmuseum ist ein Abstecher in die heiligen Hallen der Olympischen Spiele in Barcelona 1992 sicherlich eine spannende Angelegenheit für alle Sportlerinnen und Sportler. Und auch die musikalischen Großevents können sich mehr als sehen lassen.

Interessierst du dich jedoch mehr für anderweitige Kunst und Kultur, kannst du deine Zeit aber auch guten Gewissens in andere Sehenswürdigkeiten investieren.

Unsere Bewertung:

Wo liegt das Olympiastadion in Barcelona?

Das Olympiastadion liegt im Stadtteil Montjuïc und lässt sich sehr gut per Spaziergang von der Metrostation „ Plaça Espanya“ (wird von den Linien L1, L3 und L8 angefahren) erreichen. Etwa 20 Minuten in die Richtung des Palau Nacionals – und du bist da.

  • Metro: L1, L3, L8 – Haltestelle: Pl. Espanya
  • Zug: R5, R6, R50, R60, S3, S4, S8, S9 – Haltestelle: Pl. Espanya
  • Bus: 125, 150 – Haltestelle: Av de l’Estadi – Estadi Olímpic
  • Hop on Hop off Bus*: Haltestelle: Anella Olimpica
  • Seilbahn*: Teleferic de Montjuic

Mit der Hola BCN Card* kannst Du die Öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos und so oft Du willst nutzen.


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