Casa Milà – La Pedrera in Barcelona: Lohnt sich der Besuch Innen und das Dach?

Letzte Aktualisierung von Johannes

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Die Casa Mila zählt wie die Casa Batlló und die Sagrada Família zu Barcelonas Top-Sehenswürdigkeiten. Schon einmal ein triftiger Grund, sie zu besuchen! Doch nicht nur das, sie wurde ebenso wie die anderen gerade genannten architektonischen Highlights zu Beginn des 20. Jahrhunderts von Antoni Gaudí errichtet. Interessanterweise rief sie aber bei dem Ehepaar Milà (für das sie gestaltet wurde) nicht gleich die Begeisterung hervor, mit der ihr viele Menschen heute begegnen. So kam sie auch zu ihrem Alternativ-Namen, „La Pedrera“.

Was dieser bedeutet und was genau es mit diesem Meisterwerk des katalanischen Jugendstils auf sich hat? Diesen Fragen möchte ich in den nun folgenden Abschnitten genauer nachgehen.

Was Du in diesem Artikel erfährst?

  • Welche architektonischen Besonderheiten, die Casa Mila auszeichnen,
  • Warum das Gebäude auch „la Pedrera“, „der Steinbruch“ genannt wird,
  • Wo es sich in Barcelona befindet und
  • Mit welchen Tickets, zu welchen Zeiten Du das Gebäude am besten besuchst.

Casa Mila Tickets & Eintritt

Für die Casa Mila gibt es verschiedene Ticket-Optionen: Hier eine kurze Übersicht über die wichtigsten Varianten: Die „La Pedrera Essential“ ist die günstigste Ticket Option. Bei dieser Tour kannst Du die Casa Milà auf eigene Faust zu den regulären Öffnungszeiten erkunden. Dabei bekommst alle wesentlichen, für die Öffentlichkeit zugänglichen Elemente des Hauses zu sehen. Was alles dazu gehört, stelle ich Dir gleich weiter unten genauer vor. Wie auch bei der Essential-Runde besichtigst Du bei den Tickets „La Pedrera Premium“ die 4.500 m² großen Flächen der Casa Milà eigenständig. Dabei bist Du aber durch das Premium-Ticket noch zeitlich flexibler und darfst über den Eingang für Premium-Gäste eintreten. Freundliche Mitarbeiter*innen statten Dich dann mit dem Audio- und dem Visual Guide aus, bevor Du Deine Besichtigung auf dem Rooftop beginnst.

Der „The Secret Pedrera“ geführte Rundgang in einer Kleingruppe, bringt Dir die Casa Milà mit all ihren von der Natur inspirierten architektonischen Besonderheiten, noch einmal deutlich näher als dies bei einer Besichtigung auf eigene Faust möglich ist. Der Grund dafür: Die Guides sind mit dem Gebäude nicht nur bestens vertraut, sondern gewähren Dir und Deiner Kleingruppe auch Zugang zu Abschnitten, die nicht für den normalen Publikumsverkehr geöffnet sind.

Je nach Saison findet täglich von 21:00 – 23:00 Uhr ein ganz besonderes Ereignis an der Casa Mila statt: La Pedrera – Erlebnis bei Nacht. Hierbei besichtigst Du zusammen mit einem Guide und Deiner Kleingruppe unter anderem die Gaudi Ausstellung, bevor es auf das Dach geht. Und dort wird es erst richtig spannend, findet dort doch eine Lichtshow mit Musikuntermalung statt, die das Haus im wahrsten Sinne des Wortes in ein ganz neues Licht taucht. Ein unvergessliches Erlebnis! Bei allen Tickets hast Du im gesamten Gebäude kostenloses WLAN. Wenn Du die Casa Mila ohne Führung besichtigst, bekommst Du einen Audioguide für Kinder und Erwachsene auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Katalanisch und diversen weiteren europäischen und asiatischen Sprachen.

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Was kann man in der Casa Mila sehen?

Fassade der Casa Mila

Ganz wie man es von Gaudí kennt, hat er sich auch bei diesem Gebäude vorwiegend von den „Bauformen“ der Natur inspirieren lassen. An zahlreichen Stellen wirkt das Haus, als sei es natürlich gewachsen und nicht von Menschenhand erschaffen worden. Deutlich wird das bereits von außen: Die Geländer der zahlreichen Balkone bestehen aus zurechtgebogenem Metallschrott. Tatsächlich ist kein Geländer wie das Nächste und der Betrachter fragt sich, welche Kletterpflanze sich hier wohl an der Fassade entlang rankt.

Die geschwungene Fassade des Hauses besteht aus Kalk-Sandstein, tragende Elemente wurden aber bereits damals aus Stahlbeton errichtet. Ansonsten hat Gaudí sich stets von der Natur inspirieren lassen und weit über den Tellerrand hinaus geblickt. So kamen hier auch wieder die berühmten Mosaike und das zerbrochene Buntglas zum Einsatz, wenn es um dekorative Elemente ging.

Dach der Casa Mila

Als Highlight darf, ähnlich wie in der benachbarten Casa Batlló, das begehbare Dach gelten. Hier schuf der Architekt eine wahre Wunderwelt, die seinen anderen Bauwerken in nichts nachsteht. Schornsteine, Lüftungsschächte und Treppenaufgänge wurden hier so gestaltet, als ginge es um Hommage an einen schrägen Mix aus König Artus und Robocop. Andere fühlen sich sogar an die Statuen auf der Osterinsel erinnert.

Bei einer fantastischen Aussicht auf die Stadt lässt es sich auf der Dachterrasse wunderbar lustwandeln. Geschwungene Formen, Stufen, bunte Farben und der kreative Umgang mit außergewöhnlichen Materialien machen das Dach der Casa Milà zu einem Fest für alle Sinne. Wer hier auf eingemauerte Reste grüner Glasflaschen stößt, wird sich bestimmt nicht mehr wundern.

Casa Mila von Innen

Was von außen vielleicht noch etwas skurril und düster wirken mag, entpuppt sich innerlich als ein modernes, fröhliches, atmendes Gebäude. Bereits am großzügigen Eingangstor wird deutlich, wie viel Licht dieses Haus durchflutet. Hinzu kommt, dass Gaudí bei Planung und Bau nicht mit Platzproblemen zu kämpfen hatte, sondern alle Wohnungen und Bereiche des Hauses sehr großzügig gestalten konnte. Auffällig sind in diesem Zusammenhang primär die hellen Flure der Casa Milà: Während sich diese sonst eher wie dunkle Maulwurfsgänge durch ein Gebäude hindurchwinden, sind sogar diese Bereiche in diesem Haus taghell. Das ist auch den drei Innenhöfen geschuldet, die dem Gebäude sehr viel von seiner Schwere nehmen. Zudem sind die Treppen so großzügig wie hell und lassen, typisch Gaudí, jede gerade Linie und jeden rechten Winkel vermissen. Dennoch verfügen die Stufen über eine einheitliche Höhe, sodass man nicht ins Stolpern gerät.

Innenhof der Casa Mila

Realisiert wurden außerdem drei Innenhöfe, die viel Tageslicht in die einzelnen Räume bringen. Auch hier hat der Erbauer nicht an Farbe gespart, dafür aber auf jeden rechten Winkel verzichtet: Alles ist rund, geschwungen, ja regelrecht fließend. So gelangt auch viel Licht auf die großzügigen Treppen, über die alle Bewohner ihre Wohnungen erreichen. Die von Gaudí ursprünglich vorgesehenen Fahrstühle wurden allerdings erst viel später eingebaut. Dennoch hat man sich dann am Baustil des Architekten orientiert, um dem Charme des Hauses gerecht zu werden.

Leider trennte sich das Ehepaar Mila-Segimon bereits nach einigen Jahren von einem großen Teil des Mobiliars, das eigens für dieses Gebäude angefertigt wurde. Erst viel später konnten viele dieser Möbel rekonstruiert werden. Die Casa Milà war ihrer Zeit jedoch in vielerlei Hinsicht voraus, Licht, Luft und natürliche Formen sorgten und sorgen für Lebensqualität. Sicherlich kannte man Anfang des vorigen Jahrhunderts noch keine Klimaanlagen, legte aber dennoch Wert auf eine gute Belüftung und Klimatisierung. Gaudí schuf dafür ein Belüftungssystem, für das ihm wohl sogar der große Leonardo da Vinci auf die Schulter geklopft hätte.

Dachboden der Casa Mila

Der Dachboden der Casa Milà beeindruckt freilich auch durch seine außergewöhnliche Gewölbeform, die dennoch viel Tageslicht durchlässt. Hier wurde eine Ausstellung rund um das Leben und die Bauwerke Antonio Gaudís installiert, wobei natürlich ein besonderer Schwerpunkt auf der Casa Milà liegt. Dank gedämpfter Musik und diversen Diashows hat diese Show einen abwechslungsreichen und gleichzeitig informativen Charakter.

Casa Mila Barcelona Tour La Pedrera Antoni Gaudi 4k

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Anreise & Karte

Adresse: Pg. de Gràcia, 92, 08008 Barcelona

Die Casa Mila liegt direkt an der Prachtstraße Passeig de Gracia im Stadtviertel Dreta de l’Eixample.

Öffentliche Verkehrsmittel

Mit der Hola Card kannst Du den ÖPNV in Barcelona so oft nutzen, wie Du willst. Wenn Du zusätzlich noch die Sagrada Família und den Park Güell anschauen willst, dann greife zum BCN Essentials Pass.

  • Metro: L3, L5 – Haltestelle: Diagonal
  • Zug: ES, S1, S2, S5, S6 – Haltestelle: Provença
  • Bus: 22, 24, N4 – Haltestelle: Pg de Gràcia – Rosselló
  • Taxi: Bequem per FREENOW App bestellen
  • Hop-on Hop-off Bus Haltestelle: Pg. de Gracia – La Pedrera

(Zum Vergrößern auf die Karte klicken)

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Was ist besser: Casa Millà oder Casa Batlló

Welches dieser beiden Gebäude ist besser, interessanter, sehenswerter? Freilich lassen sich diese Fragen ganz objektiv nicht beantworten. Beide Häuser sind einerseits typische Beispiele des großartigen Architekten Antonio Gaudí, andererseits aber auch ganz individuell. Zudem handelt es sich bei der Casa Batlló um eine Art Reihenhaus, das sich in ein Ensemble außergewöhnlicher Bauten einfügt, während der Architekt bei der Casa Milà ein deutlich größeres, weniger eng umbautes Grundstück zur Verfügung hatte. Am besten ist es, beide Häuser zu besuchen und sich eine ganz eigene Meinung zu bilden.

Welches Gebäude findest Du sehenswerter?

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Casa Batlló & Casa Milà Kombi Ticket

Beide Sehenswürdigkeiten liegen an der Passeig de Gracia und sind nur 6 Minuten zu Fuß auseinander. Ein Besuch beider Gaudí Bauwerke lohnt sich!

  • Ohne Anstehen, keine Warteschlange
  • Mit Audioguide, auch auf Deutsch
  • Inkl. Gaudís begehbarer LED Würfel im Casa Batlló

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Welche Architektur hat die Casa Mila?

Es gibt zwei Stilrichtungen, die die Architektur Barcelonas besonders geprägt haben – die Gotik und der Modernisme. Der Modernisme (wie der katalanische Jugendstil auch genannt wird), der im 19. und zu Beginn des 20. Jahrhunderts eine wesentliche Rolle in der Stadtgestaltung spielt, hat es dabei auf neun Bauwerke gebracht, die in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurden. So viele wie nirgends sonst in einer Stadt – und das weltweit. Auch die von Antoni Gaudí erschaffene Casa Milà ist eines von ihnen. Wobei Gaudí trotz weiterer bedeutender Werke wie der Casa Batlló, dem Park Güell oder der Sagrada Família keineswegs der einzige nennenswerte Architekt war. Auch…

  • Domènech i Monatener mit der Casa dels tres Dragons oder dem Hospital de Santa Creu i de Sant Pau und den von ihm besonders geschätzten maurischen Elementen oder…
  • Josep Puig i Cadafalch, der die Casa Amatller und die Casa Casaromana, das Zuhause des heutigen CaixaForum gestaltete und der zu einfachen, klaren Linien griff,

…konnten wesentliche Impulse setzen. Dennoch steht Gaudí aufgrund seiner speziellen Kreativität und der außergewöhnlichen Mischung aus Natur und Architektur eine hervorgehobene Position zu. Dieses spezielle Können präsentierte er unter anderem in der Architektur der Casa Mila.

Modernisme Architektur Barcelona

Dass dies überhaupt möglich war, lag daran, dass in Barcelona gegen Ende des 19. Jahrhunderts immer mehr wohlhabende Großbürger*innen lebten. Sie wollten ihrem persönlichen Selbstbewusstsein und ihrer finanziellen Stärke, genauer gesagt ihrem katalanischen Nationalstolz im Rahmen der Renaixença auch optischen und architektonischen Ausdruck verleihen. Viele von ihnen wie Eusebi Güell oder das Ehepaar Milà wurden zu Mäzenen für bereits bekannte oder noch aufstrebende Architekten wie Gaudí und ermöglichten ihnen die Umsetzung kreativer Bauprojekte. Einen Meilenstein dazu setzte auch die Weltausstellung von 1888, auf der die ersten Sehenswürdigkeiten präsentiert werden konnten.

Im Laufe der nächsten gut 20 Jahre entwickelte sich der Modernisme immer weiter. Doch er geriet ab etwa 1910 zunehmend in die Kritik. Der Grund: Zunehmend verschwenderische und dekadente Gebäude, die zunehmend durch solche des „Noucentisme“ mit funktionaler und geradliniger Gestaltung ersetzt wurden. Neue Zeiten, neue Architekturstile eben … Dies darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Modernisme mit seinen gut 2.000 Gebäuden und seiner katalanisch-identitätsstiftenden Symbolik (wie den Sant-Jordi-Darstellungen) sowie den neuen, perfektionierten Kombinationen aus Farben, Formen und Materialien (wie Keramik, Stahl und Glas, Stein und Schmiedekunst) weite Teile der Optik Barcelonas geprägt hat. Und an vielen von ihnen – wie der Casa Milà – erfreuen wir uns bis heute!

Deutsche Stadtführungen durch Barcelona

  • 5 verschiedene Führungen
    (Altstadt, Gaudi, Sagrada Família, Tapas & Familien)
  • Individuelle Stadtführungen möglich
  • Höchstens 10 Teilnehmer pro Führung, Größere Gruppen auf Anfrage.
  • Bereits ab € 15,00/Person, Ermäßigung für Kinder, Senioren und Gruppen auf Anfrage
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Daniela Steinkampf von Barcelona4U

Geschichte der Casa Mila

Das zwanzigste Jahrhundert war noch jung, als sich ein reiches Ehepaar mit Namen Milà-Segimon nach einem guten Architekten umschaute. Am damals schon eleganten Passeig de Gràcia besaß die Familie ein 2.000 Quadratmeter großes Grundstück, auf dem ein so zeitgemäßes wie elegantes Wohnhaus entstehen sollte. In relativer Nachbarschaft hatte Antonio Gaudí gerade das Haus der Familie Batlló errichtet und galt damals bereits als einer der besten Vertreter seiner Zunft. Es war also im wahrsten Sinne naheliegend, ihn auch mit der Planung der Casa Milà zu betrauen. Obwohl der extravagante Baustil Gaudís bereits bekannt war, soll das Ehepaar Milà regelrecht schockiert gewesen sein, als kurz vor der Fertigstellung ein Baustellenbesuch anstand.

Damals soll auch die Bezeichnung „Horrorhaus“ gefallen sein. Überliefert ist jedenfalls, dass die halbe Stadt schon damals von „La Pedrera“ sprach, also von einem Steinbruch. Dieser Beiname hat sich bis heute erhalten, da die Fassade tatsächlich entfernt an einen solchen erinnert. Damals wählte der Volksmund diesen Namen aber vor allem deshalb, weil die geschwungenen Fassadenelemente im Rohzustand an Ort und Stelle verbaut und erst anschließend in Form gebracht wurden. So wirkte die Baustelle stets, als würden Steinmetze die Steilwand eines Tagebaus bearbeiten.

Zurück zum schockierten Ehepaar Milà: Die Zusammenarbeit mit Gaudí endete vor Gericht. Man war mit der Bauausführung unzufrieden und wollte die Schlussrechnung des Architekten nicht anerkennen. Allerdings bekam Gaudí bei der Verhandlung Recht. Die Familie Milà musste zahlen und sich mit dem Gedanken anfreunden, ein neues, sehr eigenartiges Haus ihr Eigen zu nennen. Die tatsächlichen Baukosten sind heute zwar nicht mehr bekannt, allerdings benötigten auch die schwerreichen Bauherren schon deutlich mehr als ihre Portokasse, um den Bau zu bezahlen.

Grundriss der Fassade der Casa Mila
Grundriss der Fassade der Casa Mila

Häufige Fragen & Antworten

Wann ist die Casa Milà geöffnet?

Eine aktuelle Übersicht findest du in unserem Artikel Casa Milà Öffnungszeiten.

Lohnt sich der Besuch in der Casa Milà?

Jeder echte Gaudí-Fan würde diese Frage mit einem glasklaren „Ja“ beantworten. Ansonsten gilt: Barcelona hat als Stadt so viel Sehenswürdigkeiten und architektonische Highlights zu bieten, die großenteils auch mit Gaudí in Verbindung stehen, dass man den Besuch der Casa Milà nicht als Pflichttermin bezeichnen muss. Dennoch ist das Haus sehr eindrucksvoll und die Besichtigung macht großen Spaß. Spätestens beim wiederholten Besuch der Stadt sollte man hier mal gewesen sein.

Kann ich die Casa Milà auch bei Nacht besuchen?

Ja: Bei Casa Milà bei Nacht* handelt es sich um eine geführte Tour, die durch alle touristischen Bereiche führt und mit audiovisuellen Shows begeistert. Ein Glas Champagner gehört ebenfalls dazu. Die individuelle Besichtigung bei Nacht ist aber leider nicht möglich.

Wann wurde die Casa Mila gebaut?

Die Casa Mila wurde in den Jahren zwischen 1906 und 1912 von dem Architekten Antoni Gaudí erbaut.

Wofür wird die Casa Mila genutzt?

Da die Casa Milà bis heute teilweise bewohnt wird und sich in anderen Bereichen des Hauses Büros befinden, kann sie nicht komplett besichtigt werden. Besuchern stehen aber die Türen zur rund 1.000 Quadratmeter großen Beletage-Wohnung offen, in der sich heute das Kunstmuseum der Fundació Catalunya – „La Pedrera“ befindet. Außerdem kann eine Wohnung in der sechsten Etage besichtigt werden, die mit originalgetreuem Mobiliar und Einrichtungsgegenständen aus der Frühzeit des Gebäudes ausgestattet wurde.

Casa Milà: Fazit

Die Casa Milà zählt genau wie die Sagrada Família, die Casa Batlló, der Park Güell, der Palau de la Música Catalana, das CaixaForum oder das Hospital Sant Pau und vielen weiteren Gebäuden zu den größten Sehenswürdigkeiten des katalanischen Modernisme. Sie wurde einer Meinung nach absolut zu Recht in die UNESCO-Weltkulturerbe-Liste aufgenommen und ist definitiv eine Besichtigung wert – insbesondere dann, wenn Du auf den Spuren Gaudís wandeln möchtest. Ein Besuch lohnt sich also auf jeden Fall, aber natürlich bist Du mit dieser Idee nicht die einzige Person in Barcelona. Dementsprechend groß ist der Besucher*innenandrang. Um dennoch unkompliziert hineinzukommen, empfehle ich Dir folgende Tipps:

  • Buche die Tickets für Deine Besichtigung bereits im Vorfeld. Auf diese Weise sind sie nicht nur oft etwas günstiger. Du hast auch schon gleich einen Termin, auf den Du Dich einstellen kannst und musst Dich nicht allzu lange in eine garantiert vorhandene Warteschleife stellen.
  • Überlege Dir vor Deiner Besichtigung genau, was Du eigentlich alles sehen möchtest. Klingt ein wenig skurril, aber es gibt bestimmte Bereiche, die für die Tour auf eigene Faust nicht öffentlich sind. Willst Du hinter die Kulissen schauen oder hast Du Lust auf die Lichtshow, ist es sinnvoll, Tickets zu buchen, die diese Aspekte auch tatsächlich abdecken.
  • Nimm dir ausreichend Zeit, um das Gebäude auf Dich wirken zu lassen. Es gibt so viel zu sehen, dass Du beim schnellen Durchlauf durch das Gebäude doch einiges verpassen könntest. Selbstverständlich musst Du hier nicht den ganzen Tag verbringen. Dennoch solltest Du der Casa Mila die Chance geben, Dich mit ihrem Charme und ihrer Architektur inklusive toller Aussichten und Lichteffekte zu verzaubern. Und das klappt nur, wenn Du Dich wirklich in Ruhe umschaust.

Lange Rede, kurzer Sinn: Wer abwesend war, hat mit La Pedrera in Barcelona eindeutig etwas verpasst! Hier

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Hast Du Fragen oder Erfahrungen zur Casa Milà? Schreib unten in die Kommentare!

Du willst wissen, was man in Barcelona gesehen haben muss?

Quellen & Einzelnachweise:
[1] https://www.lapedrera.com/en
© OpenStreetMap Mitwirkende

Johannes & Joana von WeLoveBarcelona.de

Wer schreibt hier?

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2 Gedanken zu „Casa Milà – La Pedrera in Barcelona: Lohnt sich der Besuch Innen und das Dach?“

  1. Sehr geehrte Damen und Herren,

    Ich möchte die Casa Mila am 05.09.2023 mit der audiovisuellen Show am Abend besuchen.

    Stoße aber auf Widersprüche, weil sie in ihrem Text schreiben, dass die Abendshow nur Donnerstag bis Sonntag läuft.

    Gleichzeitig kann ich auf ihrer Seite aber die Abendshow auch für den Dienstag buchen.

    Vielleicht können Sie das aufklären.

    Mit freundlichen Grüßen

    Werner Fischer

    Antworten
    • Hallo Herr Fischer,

      Sie haben vollkommen recht. Die Casa Mila hat ihre Zeiten angepasst. Ich habe den Artikel gerade aktualisiert. Danke für den Hinweis. Die Abendshows finden im Moment täglich statt, von 21:00 – 23:00 Uhr. Grüße, Johannes

      Antworten

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