Das Palau de la Música Catalana in Barcelona: Lohnt sich ein Besuch?

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Du magst Gebäude in allen Hinsichten bombastisch und bist ein Fan von guter Musik? Nun, dann sollte das Palau de la Música in Barcelona unbedingt auf deiner Must-have-Liste in Bezug auf Barcelonas Sehenswürdigkeiten stehen! Der inzwischen mehr als 100-jährige Konzertsaal des berühmten katalanischen Architekten Lluís Domènech i Montaner hat bis heute nichts von seinem modernistischen Glanz verloren und begeistert Einheimische wie Touristen. Vielleicht ja auch dich?

Palau de la Musica Catalana Tickets & Preise

Für das Palau de la Musica Catalana gibt es verschiedene Ticket-Optionen*: Ohne Anstehen und damit keine Warteschlange. Neben einem selbst geführtem Besuch mit Audioguide, hast Du auch die Möglichkeit eine mehrsprachige Führung zu buchen. Günstiger kannst Du das Konzerthaus mit dem Barcelona Turbopass* besuchen.

Wichtig bei den Tickets mit Führung:

  • Die Eintrittskarten pro Führung sind auf maximal 55 Stück begrenzt. Du darfst sie für deinen Wunschtermin also nicht allzu spät bestellen.
  • Im Durchschnitt startet jede Stunde eine neue Führung.
  • Die Führungen finden außerhalb der Konzertzeiten statt.

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Was gibt es im Palau de la Música Catalana zu sehen?

Katalanischer Jugendstil im Palau de la Música in Barcelona – oder mit anderen Worten: Ein Hauch Barockarchitektur küsst viel Glas, fließend-runde Formen und leuchtende Farben. Wäre ich Lluís Domènech i Montaner gewesen, ich hätte mich nach der Fertigstellung des Konzertsaals in Barcelona in aller Bescheidenheit selbst gefeiert. Mit einem solchen Farben- und Formenspektakel bei Mosaiken, Glasmalereien, Skulpturen und Schmiedearbeiten halten ansonsten nur die Arbeiten von Antoni Gaudí mit.

Nichtsdestotrotz geht es natürlich nicht nur um die Optik, denn immerhin soll im Palau de la Música in Barcelona auch musiziert werden. Das Schmuckstück ist dabei die Walcker-Orgel, die der gleichnamige Orgelbauer aus Ludwigsburg 1908 installierte. Nach Überholungen klingt sie heute genauso gut wie damals und ergibt im Zusammenspiel mit dem Saal und der Bühne ein sehr harmonisches Trio. Apropos Akustik: Der Saal hatte ursprünglich Holzstühle als Sitzplätze, sowohl im Parkett als auf den Rängen. Damit man aber auch andere Musiker gut spielen lassen konnte, wurden die Sitze ausgetauscht. Was dazu führte, dass durch die nun schallschluckende Unterseite sogar Rockkonzerte richtig gut klingen.

Palau de la Música Glas Fassade

Die wichtigsten Gebäude

Rund um eine mit Glas überzogene Metallkonstruktion vereint der Palau de la Música mehrere bedeutende Gebäudeteile.

  • Die Konzerthalle. Bei ihr handelt es sich mit 2.146 Zuschauerplätzen mit Abstand um den größten Saal. Unter seinem prächtigen Glasdach finden vor allem Lieder- und Konzertabende statt.
  • Der Petit Palau mit seinen 538 Plätzen wirkt dagegen sehr intim, eignet sich perfekt für Kammermusik-Konzerte und ist erst 2004 während einer Gebäudeerweiterung aus dem Ei geschlüpft.
  • Der Lluís Millet-Saal sowie der „Segle XXI“-Bereich sind für kleine Events und private Veranstaltungen gedacht.
  • Und, last but not least: Das Foyer Café und der Catering Service, die den musikalischen um den kulinarischen Genuss ergänzen.

Ein echtes Muss für alle Musikliebhaber und Architekturfans!


Lohnt sich der Besuch des Palau de la Música Catalana?

JA! Anders lässt es sich kaum treffender zusammenfassen. Ob du hier ein Konzert genießen möchtest oder nicht, sei einmal dahin gestellt. Doch zumindest die optischen Eindrücke, die du während einer Führung erhältst, solltest du dir auf keinen Fall entgehen lassen. Unter dem Strich gehört das Palau de la Música in Barcelona nämlich definitiv zu den Sehenswürdigkeiten, die gerne einmal beim ersten Überblick vergessen werden. Doch wenn du es einmal von außen wie innen betrachtet hast, wirst du dich fragen, wie das passieren kann. Und dich immer mit Freude an deinen Besuch zurückerinnern.

The Palau de la Música Catalana in 360º - Spain

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.

Geschichte des Palau de la Música in Barcelona

Als das Gran Teatre del Liceu an der Rambla bereits kurz vor seinem 60-jährigen Jubiläum stand, entschlossen sich mehrere Textilindustrielle, dem „Orfeo Català“ ein neues Zuhause zu geben. Wer war für so ein architektonisches Großprojekt besser geeignet als Lluís Domènech i Montaner, der für seine Bauten im katalanischen Jugendstil sehr bekannt war? So kam es zwischen 1905 und 1908 zu den Bauarbeiten am Palau de la Música, dessen Akustik zunächst ausschließlich für den Chorgesang konzipiert war. Falls du dich nun wunderst, warum inzwischen auch ganz andere Gruppen auftreten: Es wurde natürlich nachgerüstet, doch dazu im nächsten Teil des Textes mehr Infos. Das Ergebnis der Arbeiten: Ein optisch wie akustisch unglaublich ansprechendes und aufwendiges Gebäude. Kein Wunder also, dass sich dort inzwischen nicht nur der „Orfeo Català“, sondern auch…

  • klassische Musiker,
  • Pop-, Rock- und Jazzbands,
  • Flamenco-Tanzgruppen sowie
  • Schauspielprojekte

…wohlfühlen. Und auch die Kulturbehörden wurden auf das im wahrsten Sinne großartige Gebäude aufmerksam, wie die Titel „Monumento Nacional“ (1971) und „UNESCO Welterbe“ (1997, gleichzeitig mit dem Hospital de Sant Pau) beweisen. Logisch, dass die Zeit nicht folgenlos an dem Palau de la Música in Barcelona vorüberzog. Doch nach zwei Erweiterungen und Modernisierungen (1983 und 2004) präsentiert er sich weiterhin von seiner schönsten Seite und wartet darauf, dass auch du sie entdeckst.

Welches Konzerthaus in Barcelona findest Du schöner?

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Häufige Fragen & Antworten

Öffnungszeiten des Palau de la Música

Der Palau de la Música in Barcelona öffnet täglich, aber abhängig von der Jahreszeit unterschiedlich lange. Hier ein Überblick:

  • Standard-Öffnungszeit: 10:00 bis 15:30 Uhr
  • Ostern und Juli: 10:00 bis 18:00 Uhr
  • August: 09:00 bis 18:00 Uhr

Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Da du dir das Palau de la Música in Barcelona am besten mithilfe einer Führung erschließt, brauchst du zumindest so viel Zeit, wie die Führung in Anspruch nimmt. Also mindestens eine Stunde. Gleiches trifft auch auf den Besuch eines Konzerts zu, wobei du die jeweilige Konzertdauer am besten den Homepage-Angaben entnimmst. Und selbstverständlich kommt zudem noch Zeit für die Betrachtung der Fassade hinzu … von daher würde ich 1,5 Stunden Minimum veranschlagen.

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Wann ist die beste Zeit, um das Palau de la Música zu besichtigen?

Die beste Zeit für einen Besuch des Konzertsaals in Barcelona hängt von deinem eigenen Vorhaben ab. Möchtest du lieber an einer Führung oder an einem Konzert teilnehmen? Oder sogar beides miteinander verbinden? An deiner Stelle würde ich meine Planung weitgehend an dieser Frage festmachen, da sich daraus festgelegte Zeiten ergeben (s. Öffnungszeiten und Tickets). Nur eine Sache lohnt sich meines Erachtens nicht ganz so sehr: Das Palau ohne Führung zu besichtigen. Denn unter diesen Umständen kommst du nicht in alle Bereiche, die dir mit einer Führung offen stehen würden …

Wegbeschreibung zum Palau de la Música

Die Anlage befindet sich im Stadtviertel Sant Pere, Santa Caterina i la Ribera und stellt die westliche Spitze des Dreiecks Palau de la Música, Museu Picasso und Arc de Triomf dar. Durch ihre Lage und Nähe zu vielen weiteren Sehenswürdigkeiten wie dem Plaça de Catalunya und La Catedral ist die Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel dementsprechend gut. Mit der Hola BCN Card* kannst Du die Öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos und so oft Du willst nutzen.

  • Metro: L1, L4 – Haltestelle: Urquinaona
  • Zug: ES, R1, R3, R4, REGIONAL, S1, S2, S6 – Haltestelle: Pl. Catalunya
  • Bus: 47, N8, N28, V15, V17 – Haltestelle: Via Laietana – Comtal
  • Hop on Hop off Bus*: Haltestelle: Barri Gotic

ÖPNV Flatrate & Hop-On-Hop-Off Bus

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Karte

(Zum Vergrößern auf die Karte klicken)

Palau de la Música Catalana Karte
© OpenStreetMap Mitwirkende

Warst Du schon mal im Palau de la Música in Barcelona? Schreib unten in die Kommentare!


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Joana & Johannes

Hey, wir sind Joana & Johannes und schreiben hier seit 2011 über Barcelona. Wir lieben Barcelona & für uns zählt sie zu den schönsten Städten in Europa. Unsere Lieblingsplätze & Must-See Tipps möchten wir nach unzähligen Reisen in die katalanische Metropole gerne mit dir teilen. Wenn Du Fragen & Anregungen hast, dann hinterlasse gerne einen Kommentar oder schreib uns eine Mail.


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