Gran Teatre del Liceu in Barcelona: Lohnt sich ein Besuch?

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Drama, Baby – und zwar in einem der opulentesten Opernhäuser, die Europa jemals hervorgebracht hat. Im Gran Teatre del Liceu in Barcelona haben bereits Luciano Pavarotti, Placido Domingo, Montserrat Caballé und viele weitere Größen der klassischen Musik einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen. Gleichzeitig ist das 1847 eröffnete Opernhaus der zweitgrößte Veranstalter von Wagner-Festspielen – direkt hinter den Bayreuther Festspielen. Und als wäre das noch nicht genug, gibt es regelmäßig Veranstaltungen aus dem modernen Musikbereich und dem der Broadway-Tanzshows. Alles gute Gründe, um hier einen wunderbaren Abend zu verbringen. Oder zumindest einmal vorbeizuschauen und ein bisschen das Flair auf sich wirken zu lassen.

Was gibt es zu sehen?

Bretter, die die Welt bedeuten und gleichzeitig ausdrücken, wie viel den Bürgern Barcelonas an Kunst und Kultur gelegen ist. Dabei ist unverkennbar, dass sich der Architekt des Gran Teatre del Liceu in Barcelona, Miquel Garriga i Roca, vor allem am klassischen italischen Theater orientiert hat. Und ganz offen gesprochen: Wer möchte nicht auch die mailändische „La Scala“ als gedankliche Patin haben und danach dennoch auf komplett eigenen künstlerischen Beinen stehen?“

Auf jeden Fall kann sich das Opernhaus in Barcelona nicht über zu wenig Aufmerksamkeit und positive Beachtung beschweren. Was gleichermaßen an seiner raffinierten wie opulenten Konstruktion liegt. So bietet beispielsweise das Auditorium bei einer Fläche von 360 m² Platz für 2.286 Zuschauerinnen und Zuschauer. Und wenn man die Theatersitze herausnimmt, kommen noch einmal 170 m² Fläche dazu – ideal für Banketts mit 350 bis 530 Personen.

Klingt also nach einem großen Zuschauerraum – und dem ist tatsächlich so: Die hufeisenförmige Anlage besteht aus einem Parkett, fünf Rängen und drei Logen mit niedrigen Trennwänden. Das Ergebnis: Bis Mitte des 20. Jahrhunderts konnte das Opernhaus in Barcelona mit der höchsten europäischen Zuschauerkapazität glänzen. Die Wagner-Fans hat’s gefreut – und freut es noch bis heute.

Apropos glänzen: Das tun auch der „Saló dels Miralls“ (der Spiegelsaal) mit Platz für 280 Personen und das Foyer mit 400 Sitz- beziehungsweise 1.000 Stehplätzen. Kein Wunder, dass sie ebenfalls für Veranstaltungen genutzt werden und die Blicke der sie betrachtenden Personen mit einer opulenten und gleichzeitig sehr geschmackvollen Einrichtung fesseln. Noch deutlich mehr möchte ich an dieser Stelle aber nicht verraten, denn nichts beschreibt die Einrichtung des Gran Teatre del Liceu in Barcelona besser als ein Eindruck über die eigenen Augen. Und wie ginge das besser als über eine Führung … ?


Gran Teatre del Liceu Tickets & Preise

Theater Führung

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ca. 19,00 Euro


Backstage Tour

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ca. 25,00 Euro


Konzert Tickets

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ab 10,00 Euro


Günstiger mit…

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Neben den bereits erwähnten Gran Teatre del Liceu Tickets für die Führungen kannst du natürlich auch Karten für verschiedenen Konzert- und Tanzveranstaltungen erwerben. Die Preise dafür schwanken von Event zu Event.


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Lohnt sich der Besuch?

Bist du ein Fan von Musik, insbesondere der Klassik, ist ein Besuch des Gran Teatre del Liceu in Barcelona für dich fast schon Pflicht. Aber auch ansonsten gehört es definitiv zu den Top-Sehenswürdigkeiten der Stadt und ist wirklich einen Besuch wert. Immerhin verbinden sich hier Kunst und Kultur mit dem katalanisch-bürgerlichen Selbstverständnis zu einer einzigartigen Mischung.

Unsere Bewertung:

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Geschichte des Gran Teatre del Liceu in Barcelona

Bürger, die ein musikalisch-kulturelles Projekt vom Königshaus übernehmen und selbstständig zu noch größerem Ruhm bringen, gibt es nicht? Gibt es doch – und zwar in Barcelona! So basiert die Gründung des Gran Teatre del Liceu in Barcelona sowohl auf dem Einsatz einer liberalen bewaffneten Bürgermiliz, der Königin Isabell II. und Großbürgern unter Joaquim de Gispert i d’Anglis Führung.

Mitentscheidend für die Grundsteinlegung und den Bau in seiner tatsächlichen Form war dabei die Tatsache, dass Barcelonas Großbürgertum mehr wollte: Moderner und imposanter sollte das Opernhaus werden. Also wurde eine Gesellschaft, die „Societat de Propietaris“ gegründet, die ihre Gewinne aus dem Aktienhandel zur Finanzierung einer solchen Anlage investierte.

Ein Opernhaus der Luxusklasse

Als Architekt konnten die Barceloneser Bürger den Architekten Miquel Garriga i Roca gewinnen und sich 1847 über ein fertiges Opernhaus in Barcelona freuen. Wobei imposant leicht untertrieben war – ganze 4.000 Sitzplätze machten es zu Europas größtem Opernhaus in dieser Zeit. Knapp zehn Jahre später, 1855, übernahm die Societat die Betreuung des Betriebs und musste sich zwischen 1861 und ’62 um den Neuaufbau von Gebäudeteilen (Auditorium und Bühne) kümmern, die von einem Feuer zerstört wurden. Danach lief es jedoch für viele Jahrzehnte hervorragend und das Gran Teatre del Liceu in Barcelona blühte und begeisterte viele Menschen mit seinen Veranstaltungen.

Der Erfolg und die Beliebtheit führten folgerichtig dazu, dass ab 1986 sowohl Erweiterungen als auch Modernisierungen ins Auge gefasst wurden. Daraufhin wurde das Liceu nach Solà Ignasi de Morales‘ Plänen aufwendig und bis ins Detail liebevoll überarbeitet. Der Clou dabei: Er sah die Verwendung von so vielen Originalteilen wie möglich vor, weshalb das ’neue‘ Opernhaus sehr dicht an seine alten Vorgänger aus den Jahren 1861 und 1877 herankam.

Das Opernhaus in Barcelona bleibt eine heiße Kiste

Soweit, so gut – und eigentlich hätte das Liceu nach der Überarbeitung von 1986 noch eine geraume Zeit so bleiben könnten, wäre es nicht 1994 bei einem erneuten Brand fast komplett zerstört worden. Da das Ausmaß der Zerstörungen fast ebenso enorm war wie die Strahlkraft des Gran Teatre del Liceu über die Stadtgrenzen hinaus, entstand eine Debatte ebenfalls extremen Ausmaßes. Das Ergebnis: Man entschied sich für „Ja“. Anschließend wurde eine neue Rechtsgrundlage (Übername des Opernhauses durch eine öffentliche Trägerschaft im Rahmen der Stiftung „Fundació del Gran Teatre del Liceu“ eingeführt und das Liceu für fünf Jahre aufwendig saniert.

Seitdem ist es seit 1999 wieder für die Besucher(innen) geöffnet. Und wie auch der Phönix immer wieder gestärkt aus der Asche steigt, haben auch die Ingenieure beim Wiederaufbau ihre Hausaufgaben mehr als gemacht. So beeindruckt das Gran Teatre del Liceu in Barcelona nun mit knapp 2.300 Sitzen, die sich auf sechs Ebenen verteilen. Und mit einer hochmodernen Technik, die die Veranstaltungen zum echten optischen und akustischen Genuss werden lässt!


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Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Wie viel Zeit du im Gran Teatre del Liceu in Barcelona verbringst, hängt vor allem von zwei Fragen ab.

  • Möchtest du lediglich an einer Führung teilnehmen?
  • Oder planst du den zusätzlichen Besuch einer Veranstaltung, beispielsweise eines Konzerts?

In jedem Fall solltest du zumindest eine halbe, tendenziell aber eher eine ganze Stunde oder auch noch etwas mehr Zeit einplanen.


Wann ist die beste Zeit, um das Gran Teatre del Liceu zu besichtigen?

Die beste Zeit für einen Besuch des Liceus ist natürlich dann, wenn eine dir zusagende Führung oder anderweitige Veranstaltung stattfindet. Von daher gibt es hierbei kein richtig oder falsch, sondern nur eine möglichst rechtzeitige Anmeldung.


Welche Öffnungszeiten hat das Opernhaus in Barcelona?

Das Gran Teatre ist ganzjährig für Besucherinnen und Besucher geöffnet, die genauen Öffnungszeiten hängen aber von den konkreten Veranstaltungen ab. Falls du dich für einen Besuch im Rahmen einer Führung interessierst, findest du die dazugehörigen Zeitangaben in der Rubrik „Welche Ticktes gibt es?“. Für die Termine von Konzerten, Tanzveranstaltungen, etc. lohnt sich ein genauer Blick auf die Homepage des Liceu.

GRAN TEATRE DEL LICEU (English version)

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Wo liegt das Gran Teatre del Liceu in Barcelona?

Das Opernhaus befindet sich quasi in der Mitte der Rambla und ist daher mit den verschiedensten Verkehrsmitteln sehr gut zu erreichen. Mit der Hola BCN Card* kannst Du die Öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos und so oft Du willst nutzen.

  • Metro: L3 – Haltestelle: Liceu
  • Zug: ES, R1, R3, R4, REGIONAL, S1, S2, S6 – Haltestelle: Pl. Catalunya
  • Bus: 59, N9, N12, N15, V13 – Haltestelle: La Rambla – Liceu
  • Hop on Hop off Bus*: Haltestelle: Colom – Museu Maritim

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