Poble Espanyol – das spanische Dorf in Barcelona

Die große Vielfalt der spanischen (Handwerks-)Kultur auf kleiner Fläche - Über 110 echte Plätze, Straßen und Gebäude

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Poble Espanyol Barcelona Marktplatz
#176918974 | © marcorubino - Fotolia.com

Das Poble Espanyol, das spanische Dorf in Barcelona, befindet sich inmitten des Montjuïc-Viertels und zählt zu den beliebtesten städtischen Sehenswürdigkeiten. Kurz zusammengefasst könnte man sagen, dass sich hier die gesamte spanische Kultur, Architektur und Handwerkskunst auf knapp 50.000 Quadratmetern tummeln. Von einer „kleinen Fläche“ zu sprechen, ist somit eine „kleine“ Untertreibung – aber immerhin reden wir hier vom Flair ganz Spaniens, das dort eingefangen wurde. Kommst du mit auf einen Rundgang?


Geschichte des Poble Espanyols

Keine gelungene Stadtführung ohne kurzen historischen Überblick: Das spanische Dorf war ursprünglich lediglich für die 1929 stattfindende Weltausstellung gedacht. Ein beträchtlicher Bauaufwand, wenn du an die große Fläche, die 117 Gebäude plus die diversen Straßenzüge denkst, oder? Das haben jedenfalls auch die Barceloneser so gesehen und wollten sich vom Poble Espanyol gar nicht wieder trennen. Zumal sie selbst mit auf den Geschmack der vielen abwechslungsreichen Veranstaltungen gekommen waren.

Auf jeden Fall durfte es stehen bleiben – wenngleich es während der Franco-Diktatur und der Unterdrückung aller katalanischen Eigenheiten, nicht instand gehalten werden durfte.
Doch die Zeiten ändern sich und so ist glücklicherweise auch mit Negativmomenten irgendwann wieder Schluss. Für das Poble Espanyol kam der erneute Aufschwung ab den 1990ern, in denen es umfangreich renoviert wurde. Und noch heute wird ihm eine gründliche Pflege, ja sogar eine Erweiterung um viele spannende (technische) Details zuteil.

Bliebe noch, ganz schleichwerbungmäßig, die Frage, wer es erfunden hat: Wer sonst als Josep Puig i Cadafalch, von dem auch die Idee für die Casa de les Punxes stammt?! Zusammen mit seinen Studenten, den Künstlern Xavier Nogués und Miguel Utrillo sowie den Architekten Francesc Folguera und Ramon Reventós erschuf er eine ganz eigene kleine Welt. Grundlage dafür war die Besichtigung von 1.600 über das ganze Land verteilten Dörfern. Logisch, dass das geschulte Betrachterauge dann auch den Kern und die Seele der verschiedenen architektonischen Werke entdeckt. Genau davon darfst du nun in Barcelonas spanischem Dorf eine Mini-Ausgabe bestaunen.

 

El Poble Espanyol, The Spanish Village, Barcelona, Spain OFFICIAL VIDEO

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Was gibt es zu sehen?

Wo anfangen – bei so vielem, was erwähnenswert ist? Wie der Name verrät, präsentiert das Poble Espanyol die vier unterschiedlichen Kulturregionen Spaniens auf gut 50.000 m² Fläche. Dazu zählen:

  • Die Mittelmeerregion
  • der Norden
  • der Süden
  • das Landeszentrum

Die Hauptidee hinter der Errichtung lag 1929 darin, sowohl spanischen als auch allen anderen Touristen das Leben in den spanischen Dörfern näher zu bringen. Dabei wurde großer Wert auf eine Verbindung aus Kunst, Architektur und Handwerk gelegt.

Handwerk

Die Konsequenz daraus ist, dass sich im Poble Espanyol bis heute mehr als 20 (Kunst-) Handwerksbetriebe befinden, in denen unter anderem Leder verarbeitet, Glas geblasen sowie Schmuck und Gitarren hergestellt werden. Der Clou daran: All das passiert nicht im stillen Kämmerlein und hinter verschlossenen Türen, sondern vor den Augen der Besucher(innen).
Hier hast du also die ultimative Gelegenheit, den Frauen und Männern vom Fach über die Schulter zu schauen und später eine große Portion handwerkliches Insiderwissen mit nach Hause zu nehmen. Vielleicht sogar noch ein Souvenir, denn einige der hier hergestellten Kleinode angenehmerweise käuflich sind.

Kunst und Architektur

Schon immer hat Barcelona Künstler inspiriert und ist gleichzeitig von ihren Arbeiten selbst verändert worden. Keine Überraschung also, dass das spanische Dorf in Barcelona von einem der einflussreichsten spanischen Architekten des 20. Jahrhunderts geplant wurde. Aber auch Bilder und Skulpturen der zeitgenössischen Kunst werden in einer mehr als 300 Werke umfassenden Ausstellung im Museum Fran Daurel und im Skulpturengarten gewürdigt. Dass Picasso, Dalí und Miró große Freude darn hatten, dürfte unbestritten sein.

Fiestas

Spanien ohne Fiestas? Undenkbar! Genau deshalb widmet sich das Poble Espanyol auch dieser Variante der spanischen Lebensart. Der 150 Quadratmeter große und 7 Meter hohe „Fiesta -“ Bereich ist multimedial. Dadurch verzaubern optische und akustische Elemente die Besucher(innen) mit Eindrücken von La Patu (Berga), der andalusischen Semana Sant, den Sanfermines (Pamplona), La Tomatina (Buñol) und weiteren Festlichkeiten.

Poble Espanyol Barcelona Gassen
#157900518 | © gorelovs – Fotolia.com

Auf den Punkt gebracht

Dem dorfeigenen Motto „Feeling Spain“ ist nichts weiter hinzuzufügen. Abgesehen davon, dass das ganze Dorf komplett interaktiv ist, und es unglaublich viele audiovisuelle Gelegenheiten gibt, tief in die spanische Seele einzutauchen.

Besonders erwähnenswert ist dabei auch, dass die für das Poble Espanyol Verantwortlichen verstärkt Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene in das Dorf locken möchten. Von den etwa zwei Millionen jährlichen Besucher(innen) sind mehr als 40.000 katalanische, französische und englische Schüler(innen), die an Projekttagen oder -wochen teilnehmen.

Wobei die Veranstaltungen an sich für alle Altersklassen infrage kommen, wie die folgende Liste beweist …


Veranstaltungen im Poble Espanyol

Ohne Leben in der Bude ist eine Stadt nur schwer vorstellbar. Weil das so ist, werden auch in Barcelonas spanischem Dorf sehr die unterschiedlichsten Veranstaltungen angeboten.

Neben „klassischen“ Festen wie Weihnachten oder Halloween stehen hier auch speziellere Veranstaltungen wie das Barcelona Flower and Garden Festival, das Puppet Festival, das Beer Festival, Mittelalter-Events, Gastronomie-Tage oder Summer Nights auf dem Programmplan.

Wobei die gesamten Familienaktivitäten, die jeden Sonntag starten, und unter anderem Workshops aus den Bereichen Tanz Theater, Magie oder Zirkus umfassen, noch nicht einmal eingerechnet sind …

Poble Espanyol, Spanish Village. Barcelona

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Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Viele Sehenswürdigkeiten und Chancen auf tolle Erlebnisse = viel einzuplanende Besuchszeit. Das ist die einfache Rechnung, wenn es um das spanische Dorf in Barcelona geht.

Um einen ausgiebigen Eindruck zu bekommen und die Atmosphäre wirklich auf dich wirken zu lassen, sollten es schon drei Stunden aufwärts sein.

Mitentscheidend ist jedoch, was genau du vorhast. Erkundest du das Poble zum ersten Mal und willst alles sehen? Bist du für einen Workshop oder eine Veranstaltung hier? Oder willst du lediglich nur ein Getränk genießen und danach wieder weiterziehen? Dann ist alles relativ – wusste schon Einstein.


Wann ist die beste Zeit, um das Poble Espanyol zu besuchen?

Für ein realistisches spanisches Lebensgefühl bietet es sich an, abends hinzugehen. Dann ist es Zeit für diverse Kunst- und Kulturveranstaltungen (vor allem für Tanzabende) und auch einige Tapas plus ein Glas Wein wollen an einem milden Abend hier genossen werden. Dummerweise ist es zu diesen Zeitpunkten dementsprechend voll … Dafür hast du das Dorf tagsüber (bis etwa 18 Uhr) ziemlich für dich alleine – wenn du von den eher geplanten Workshops absiehst.

Einen echten Insidertipp für die perfekte Uhrzeit gibt es also nicht. Es kommt einfach darauf an, was du vorhast und ob du gerne unter Leuten oder lieber etwas mehr für dich bist.


Welche Öffnungszeiten hat das Poble Espanyol?

Das Dorf hat täglich geöffnet, und auch an Feiertagen gibt es keine Ausnahmen. Die Öffnungszeiten sind…

  • Montags von 09:00 – 20:00 Uhr
  • Dienstags bis Donnerstags und Sonntags von 09:00 – 00:00 Uhr
  • Freitags von 09:00 – 15:00 Uhr
  • Samstags von 09:00 – 16:00 Uhr

Davon weichen die Öffnungszeiten der Workshops und die des Fran Durel Museums allerdings noch einmal ab:

Die Workshops finden statt…

  • im Winter von 10:00 – 18:00 Uhr
  • in Herbst und Frühling von 10:00 – 19:00 Uhr
  • im Sommer von 10:00 – 20:00 Uhr
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Und, last but not least, das Fran Durel Museum. Hier hast du täglich von 10:00 – 19:00 Uhr die Gelegenheit, zeitgenössische spanische Kunst zu bestaunen. Allerdings musst du am ersten und zweiten Weihnachtstag sowie an Neujahr auf einen Besuch verzichten. Dann hat das Museum nämlich geschlossen.


Welche Tickets gibt es?

Die Ticketauswahl ist ähnlich gigantisch wie das Erlebnisangebot.

Prinzipiell haben Kinder unter vier Jahren freien Eintritt; Kinder bis zwölf Jahre zahlen 7 €. Was auch der allgemeine Nachttarif ab 20.00 Uhr* ist.

Bei Erwachsenen bewegen sich die Preise zwischen 9 und 14 €*, je nachdem, ob jemand normal zahlt, Schüler oder Student oder Rentner ist.

Ein Familienticket kostet 36 €, das Kombiticket Poble Espanyol + MNAC 20 €.

Zudem kannst du bei Wunsch noch einen Audioguide für 3,50 € und / oder einen Gymkhana-Besuch für 5,70 € (el Juego del Zurrón) dazubuchen.

Alles klar?

Wenn ja, macht es dir bestimmt auch nichts aus, dass sich die Rechnung durch diverse Barcelona-Pässe noch einmal ändert. Einleuchtend, da diese teilweise mit kostenlosen Eintritten beziehungsweise Rabatten winken. So wie beim Barcelona City Pass*. Aber das klärst du dann wirklich am besten im Einzelfall ab.


Lohnt sich das Poble Espanyol?

Nach ungefähr dreisekündigem Nachdenken komme ich dann zu einem klaren JA! Das spanische Dorf in Barcelona ist zwar nicht unbedingt die Top-Sehenswürdigkeit, wenn du nur eine Viertelstunde Zeit investieren willst. Ansonsten gehört es auf jede Barcelona-Besichtigungsliste ganz weit nach oben! Wo sonst bekommst du eine so schnelle und vor allem vollständige Spanientour geboten? Davon abgesehen ist hier wirklich für jedes Interesse etwas dabei: Architektur, Kunst, Kultur, Handwerk. Und nicht zu vergessen die vielen Workshops, Veranstaltungen und Gelegenheiten, etwas zu essen und zu trinken.

Fazit: Im Poble Espanyol kannst du dich rundum wohlfühlen und fast schon Zeit und Raum vergessen!


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Wo liegt das Poble Espanyol in Barcelona?

Sobald du dich im Stadtviertel Montjuïc befindest und dich auf den Weg zum gleichnamigen Berg machst, bleibt dir quasi nichts anderes übrig, als über das spanische Dorf in Barcelona zu stolpern.

Dementsprechend sind auch die Bus- und Metroverbindungen zur Innenstadt wirklich gut.

  • So fährst du beispielsweise mit den Metrolinien L1 (rot) und L3 (grün) bis zur Station Espanya und bist nach anschließenden 5 Minuten zu Fuß an deinem Zielort angekommen.
  • Beim Bus kommen die Linien 13, 23 und 150 mit der Haltestelle Poble Espanyol für die Anfahrt infrage.
  • Oder du entscheidest dich für eine Fahrt mit der Seilbahn* – geht auch!

Mit der Hola BCN Card* kannst Du die Öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos und so oft Du willst nutzen.


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