Kloster von Pedralbes in Barcelona: Lohnt sich ein Besuch?

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Kloster von Pedralbes Barcelona

Für einen Moment dem weltlichen Stress und Pulsschlag der Stadt entfliehen und vor den Toren Barcelonas für einen Moment zu sich selber finden? Eine gute Idee! Wie praktisch, dass die Umsetzung nur etwas mehr als einen Steinwurf entfernt ist. Das Kloster von Pedralbes in Barcelona öffnet seine Türen für alle, die sich für das klösterliche Leben in Mittelalter und Neuzeit interessieren. Und auch für die, die einfach nur eine Weile dem Trubel entkommen und die Ruhe genießen möchten.

Geschichte des Klosters von Pedralbes in Barcelona

Beim Kloster von Pedralbes (auch genannt „Reial Monestir de Santa Maria de Pedralbes“) in Barcelona handelt es sich um ein Klarissinnen-Kloster. Seine Begründerin war Königin Elisenda de Montcada, die vierte und letzte Ehefrau von Jaume II.. Er war auch derjenige, der das Kloster der Heiligen Maria weihte. Nachdem der Grundstein für das Kloster gelegt war, gingen die Bauarbeiten ab März 1326 richtig los – und schon am 3. Mai 1327 konnten in die Schwestern einziehen. Der Name geht übrigens auf die lateinische Bezeichnung für weiße Steine, „petras albas“, zurück. Zudem wurde Königin Elisenda nach ihrem Tod auch hier bestattet.

Dass das Kloster selbst unruhige Zeiten zu überstehen wusste, beweist die Epoche des Spanisches Bürgerkriegs. Denn zu diesem Zeitpunkt hatte die kommunistische Partei Spaniens, die PSUC, die Kaserne „Carlos Marx“ in dem Gebäudekomplex installiert. Von den napoleonischen Kriegen in Spanien und Portugal (1808 – 1814) ganz zu schweigen. Auch hier war das Kloster – wie könnte es anders sein? – eine Kaserne.

Heute hingegen ist es (seit 1983) wieder fest in den Händen der Klarissinnen, die in einem Nebengebäude wohnen und sich um die Bewirtschaftung des Klosters kümmern. Seitdem sind viele Teile auch im Sinne eines offenen Museums für Besichtigungen durch Außenstehende freigegeben.

Monasterio de Pedralbes Barcelona

Das Video wird von Youtube eingebettet. Es gelten die Datenschutzerklärungen von Google.


Was gibt es zu sehen?

Die Klosteranlage ist ein tolles Beispiel für die gotische Architektur in Barcelona und hervorragend erhalten. Was übrigens nicht nur für die Außenarchitektur gilt. Auch die Inneneinrichtung ist teilweise konserviert, was diverse zeitgenössische Kloster-Haushaltsgegenstände aus dem 14. bis 20. Jahrhundert beweisen.

Wie das Leben im Kloster war und ist, kannst du dir während der Führung erklären lassen. Diese führt dich unter anderem durch

  • die Kirche und die Kapelle,
  • die Küche und den Kräutergarten sowie
  • das Dormitorium (Schlafsaal), in dem der Klosterschatz (Gemälde, Gold- und Silberschätze, Bücher, etc.) ausgestellt wird.

Selbstredend darfst du dir die für Besucher(innen) geöffneten Räumlichkeiten auch alleine anschauen. Besonders sehenswert ist dabei der Kreuzgang über drei Etagen. Aber auch die Kapelle Sant Miquel mit Jesus-und-Maria-Fresken von 1343, das halb weltliche und halb kirchliche Grab von Königin Elisenda und die Dioramenschau zum Leben Jesu Christi im Untergeschoss stehen ihm nur wenig nach.

Das absolute Highlight im Sommer ist aber der Klostergarten im Innenhof. Hier sorgen Zypressen und Palmen für angenehm kühle Temperaturen. Und wenn es nicht gerade allzu voll ist, herrscht unglaublich beruhigende Stille – abgesehen vom Zwitschern der Vögel in den Ästen. Da sage noch einmal jemand, dass man in Barcelona nicht zur vollkommenen inneren Ruhe finden könne …


Wie viel Zeit sollte man für den Besuch einplanen?

Willst du an einer öffentlichen Führung (Spanisch oder Katalanisch, deutschsprachiger Audio-Guide für 1,00 € Aufschlag) teilnehmen oder dich auf eigene Faust in der Klosteranlage umsehen? Beide Varianten sind machbar. So oder so lohnt sich ein etwa zweistündiger Aufenthalt, wenn du die Seele des Klosters einatmen willst. Und falls du noch etwas länger bleiben möchtest, ist das ebenfalls kein Problem.

Reial Monestir de Santa Maria de Pedralbes


Wann ist die beste Zeit, um das Kloster von Pedralbes zu besichtigen?

Die beste Besichtigungszeit genau festzulegen, ist schwierig. Tendenziell hängt es vom Wochentag und Wetter ab, wie gut die Anlage besucht ist. So ist es unter der Woche an Nicht-Feiertagen natürlich etwas ruhiger. Wobei die Führungen auch dann immer gut besucht sind. Immerhin stellen sie die beste Gelegenheit dar, etwas über die Klostergeschichte zu erfahren.


Welche Öffnungszeiten hat das Kloster von Pedralbes in Barcelona?

Die Klosteröffnungszeiten hängen davon ab, ob du es in der Sommer- oder Wintersaison besichtigen möchtest.

Hier zunächst die Winteröffnungszeiten (1. Oktober – 31. März):

  • Das Kloster hat dienstags bis freitags sowie an Feiertagen von 10:00 bis 14:00 Uhr geöffnet.
  • Samstags und sonntags verlängert sich die Öffnungszeit bis auf 17:00 Uhr.

Im Sommer (1. April bis 30. September) verlängern sich die Öffnungszeiten wie folgt:

  • Dienstags bis freitags: 10:00 bis 17:00 Uhr,
  • samstags von 10:00 bis 19:00 Uhr und
  • sonntags von 10:00 bis 20:00 Uhr

Der letzte Einlass ist immer eine halbe Stunde vor der Schließung. Zu beachten sind dabei auch die Zeitpunkte, ab denen der Eintritt kostenlos ist. Dazu aber mehr unter Tickets. Davon abgesehen ist das Kloster am 1. Januar, Karfreitag, dem 24. Juni sowie am 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) für den Publikumsverkehr geschlossen.

MONASTERIO DE PEDRALBES

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Welche Tickets gibt es?

Wie schon angesprochen, darfst du dich über die verschiedensten Optionen auf einen kostenlosen Eintritt freuen. Dazu zählen folgende Möglichkeiten:

  • Du bist jünger als 16 Jahre,
  • begleitest eine Person mit Handicap,
  • bist akkreditierter Lehrer, Journalist oder offizieller Tourist Guide,
  • bist Besitzer(in) der Barcelona Card* oder des Barcelona City Pass* oder
  • ICOM-, APB-, Associació d’Amics del Monestir- oder Gaudir+Barcelona – Mitglied.

Zusätzlich ist der Eintritt auch am 12. Februar (Santa Eulàlia), am 18. Mai (internationaler Museumstag), am 24. September (Mare de Déu de la Mercè) und sonntags nach 15.00 Uhr frei. Ansonsten gibt es sehr viele weitere Möglichkeiten, wie du deinen Eintritt auf 3,50 € in der reduzierten Variante begrenzen kannst (s. Homepage des Kloster).

Und wenn alle Stricke reißen, bezahlst du eben die regulären 5,00 €. Zugegeben, auch Geld. Aber das ist wirklich nicht die Welt, wenn man bedenkt, was du hier zu sehen bekommst.


Lohnt sich der Besuch?

Sicherlich zählt das Kloster von Pedralbes in Barcelona nicht zu den Top 10 Sehenswürdigkeiten wie die Sagrada Família, die Casa Battló oder die Rambla. Nichtsdestotrotz lohnt sich ein Besuch, wenn du dich etwas vom Rummel im Stadtzentrum bewegen und deine Seele baumeln lassen möchtest. Insbesondere im Sommer ist das Kloster von Pedralbes in Barcelona ein echter Geheimtipp: Ein toller Garten und entspannte Kühle – was willst du noch deutlich mehr?!


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Wo liegt das Kloster von Pedralbes in Barcelona?

Obwohl die Klosteranlage eine gute halbe Stunde vom Stadtzentrum entfernt liegt, ist die Anreise vergleichsweise einfach.

Entweder fährst du

  • mit der Metrolinie L6 (braun) bis zur Endstelle (Reina Elisenda) und machst noch einen kleinen, zehnminütigen Fußmarsch oder
  • du nimmst die blaue Linie des Bus Turístic* und steigst an der Haltestelle Monestir de Pedralbes aus.

Alternativ kommen auch noch die regulären Buslinien 22, 63, 64, 68, 75 und 78 infrage. Wie du siehst, kannst du dich nicht über mangelnde Verbindungen beschweren. Also, worauf wartest du noch?! Mit der Hola BCN Card* kannst Du die Öffentlichen Verkehrsmittel kostenlos und so oft Du willst nutzen. Los geht’s!


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